28. Juli, 2026

Wirtschaft

Ernüchterung nach kurzem Hoch: Gastgewerbe verzeichnet Umsatzrückgang

Ernüchterung nach kurzem Hoch: Gastgewerbe verzeichnet Umsatzrückgang

Nachdem im Februar noch positive Signale aus der deutschen Gastronomie zu vernehmen waren, folgte im März eine Dämpfung des Aufschwungs. Die neuesten Zahlen des Statistischen Bundesamtes dokumentieren einen Rückgang der Umsätze in der Branche gegenüber dem Vormonat. So liegt das preisbereinigte Minus bei 2,4 Prozent, während nominal ein Rückgang um 1,5 Prozent zu Buche schlägt.

Im Jahresvergleich zeigt sich ein differenziertes Bild: Trotz Preisanpassungen nach oben konnte nominal ein Anstieg von 2,1 Prozent festgestellt werden. Real bedeutet dies jedoch immer noch einen Erlösrückgang um 0,9 Prozent gegenüber März des Vorjahres.

Besonders deutlich wird die derzeitige Lage der Gastronomie bei einem Blick auf Zeiten vor der globalen Pandemie. Im Vergleich zu März 2019 lagen die realen Umsätze im aktuellen Berichtsmonat um bedenkliche 13,3 Prozent tiefer.

Zusätzlichen Druck auf das Gastgewerbe übt die Anpassung der Mehrwertsteuer für Speisen zum Jahresanfang aus. Nach einer temporären Senkung als Unterstützungsmaßnahme während der Corona-Krise, gilt seit Januar 2024 wieder der reguläre Satz von 19 Prozent, was zu Preisanstiegen für die Kundschaft führt. Experten der Gastronomiebranche befürchten vor diesem Hintergrund eine zunehmende Zahl an Insolvenzen, da der niedrigere Satz entgegen den Hoffnungen der Branche nicht verlängert wurde.