27. Juli, 2026

Wirtschaft

Erholung im Bau: Auftragsplus im ersten Quartal signalisiert Stabilität

Erholung im Bau: Auftragsplus im ersten Quartal signalisiert Stabilität

Die deutsche Baubranche blickt auf ein erstes Quartal zurück, das trotz der Herausforderungen durch ein Auftragsplus geprägt wurde. Wie das Statistische Bundesamt berichtet, konnte das Bauhauptgewerbe einen Zuwachs von 1,6 Prozent an realen Aufträgen im Vergleich zum selben Zeitraum des Vorjahres verbuchen. Die nominalen Auftragseingänge stiegen um 1,1 Prozent an. Besonders der Monat März trug mit einem kräftigen Anstieg der Bestellungen wesentlich zu diesem positiven Ergebnis bei.

Konträr zum Trend des Jahresbeginns standen die nominalen Zahlen des März, die unter den Ergebnissen des Vorjahresmonats lagen, während die realen Auftragseingänge weiterhin Zuwachsraten verzeichnen konnten. Eine gesunkene Preisentwicklung im Vorjahr erklärte diesen scheinbaren Widerspruch aus Sicht der Statistiker. Während sich die nominalen Auftragseingänge zurückentwickelten, spiegelte der reale Zuwachs eine tatsächliche Steigerung der Bautätigkeit wider. Diese Entwicklung umfasst sowohl den Hoch- als auch den Tiefbau, zu dem der Straßenbau, Bahnstrecken und Leitungsbau zählen.

Trotz des Anstiegs der Bestellungen musste die Branche im März jedoch auch Rückgänge bei den Umsätzen hinnehmen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat verzeichneten die Unternehmen einen realen Umsatzrückgang von 8,2 Prozent; nominal sank der Umsatz um 7,5 Prozent auf 8,4 Milliarden Euro. Das gesamte erste Quartal zeigte eine ähnliche Entwicklung: Hier sanken die Umsätze im Jahresvergleich real um 4,1 Prozent und nominal um 3,3 Prozent. Damit bleibt die Lage im Bauhauptgewerbe zwar herausfordernd, allerdings deutet das Auftragsplus auf eine gewisse Resilienz in der Branche hin.