10. Juli, 2026

Wirtschaft

Erhöhung des Wohngelds: Staatliche Unterstützung für Geringverdiener wird ausgebaut

Erhöhung des Wohngelds: Staatliche Unterstützung für Geringverdiener wird ausgebaut

Bürgerinnen und Bürger mit geringen Einkommen können im kommenden Jahr auf einen erhöhten Mietzuschuss vom Staat zählen. Grund für diese Maßnahme sind die gestiegenen Preise, die nicht nur den Einkauf im Supermarkt, sondern auch die Miet- und Energiekosten betreffen. Das Bundesbauministerium kündigte an, dass das monatliche Wohngeld ab dem 1. Januar 2025 durchschnittlich um 30 Euro oder 15 Prozent erhöht wird. Ministerin Klara Geywitz (SPD) betonte, dass diese Anpassung sicherstellen soll, dass sich niemand zwischen wichtigen Ausgaben wie Heizen oder Essen entscheiden muss.

Das Wohngeld wird laut Gesetz alle zwei Jahre überprüft, zuletzt war dies im Jahr 2023 der Fall. Damals wurde auch der Kreis der Berechtigten erweitert. Ziel des Wohngelds ist es, Geringverdiener, darunter Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sowie Rentnerinnen und Rentner, zu entlasten, damit sie nicht auf Bürgergeld oder Grundsicherung angewiesen sind. Die genaue Höhe des Wohngelds bemisst sich an der Zahl der Haushaltsmitglieder, dem Einkommen und der Miete.

Das Ministerium kalkuliert, dass im nächsten Jahr etwa 1,9 Millionen Haushalte bundesweit von der erhöhten Unterstützung profitieren können. Derzeit wird die Erhöhung innerhalb der Bundesregierung abgestimmt. Um in Kraft zu treten, benötigt die Maßnahme außerdem die Zustimmung des Bundesrats.