Die Silhouette Hamburgs könnte sich demnächst verändern, wenn die Stadt Hamburg tatsächlich ernsthafte Überlegungen zum Abriss der Bauruine des ambitionierten Elbtower-Projekts anstellt. Der SPD-Fraktionschef Dirk Kienscherf erklärte, dass die Stadt in ihrer Rolle als verantwortungsbewusster Akteur handelt und alle Optionen zur Wiederverwertung des Grundstücks in Betracht zieht, einschließlich der Möglichkeit eines Abrisses. Er unterstrich jedoch, dass ein Weiterbau des Elbtowers ausgeschlossen sei und keine öffentlichen Mittel dafür eingesetzt würden. Mit dieser Position versichert man sich eine starke Verhandlungsbasis. Die Stadtoberen signalisierten bereits Interesse, ihr Vorkaufsrecht für das Grundstück im Rahmen des Insolvenzverfahrens zu beanspruchen, um sämtliche Optionen offen zu halten, so André Stark von der Stadtentwicklungsbehörde. Er deutete allerdings an, dass es seitens der Stadt präferiert werde, wenn ein privater Investor das Ruder übernehme und den Elbtower zu Ende baue. Der Baukonzern unter der Leitung des österreichischen Immobilienmoguls René Benko musste die Arbeiten am Elbtower einstellen, nachdem die Signa Gruppe bei einer erreichten Höhe von 100 Metern den Geldhahn zudrehte. Das Projekt, das zur Erbauung des dritthöchsten Gebäudes Deutschlands und zur Fertigstellung im Jahr 2025 angesetzt war, findet sich nun in einer prekären Lage wieder. Die damit verbundene Insolvenz der Elbtower Immobilien GmbH & Co. KG, einer Tochtergesellschaft der ebenfalls in Insolvenz befindlichen Signa Prime Selection AG, wirft Fragen bezüglich der Zukunft dieses städtebaulichen Höhepunkts auf.
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Elbtower-Schicksal bleibt ungewiss – Hamburg erwägt Abriss der Bauruine