Die Einzelhandelsumsätze sind im August bereits den dritten Monat in Folge zurückgegangen, obwohl die Geschwindigkeit des Abschwungs laut den neuesten Daten nachlassend war. Eine aktuelle Erhebung des britischen Industrieverbandes CBI (Confederation of British Industry) weist auf eine anhaltende Schwäche im Einzelhandelssektor hin.
Die Umfrage, die die Differenz zwischen der Zahl der Unternehmen, die von einem Rückgang der Verkäufe berichten, und denen, die ein Wachstum verzeichnen, erhebt, zeigt für August ein saldiertes Minus von -27 % auf. Dies bedeutet, dass deutlich mehr Einzelhändler einen Umsatzrückgang verzeichneten. Allerdings stellt dies eine Verbesserung gegenüber dem Juli dar, als der Saldo noch bei -43 % lag.
Die befragten Einzelhändler erwarten zwar auch für September einen allgemeinen Rückgang, gehen jedoch davon aus, dass sich das Tempo des Rückgangs weiter verlangsamen wird. Trotzdem bewerteten sie die Verkaufszahlen für die Jahreszeit im August als „schlecht“ und erwarten, dass die Verkaufsvolumina auch im kommenden Monat gedämpft bleiben.
Angesichts dieser Prognosen planen Einzelhändler, ihre Investitionen in den nächsten zwölf Monaten zu reduzieren. Auch die Beschäftigung im Einzelhandelssektor ging zurück – zum achten Mal in Folge in einer vierteljährlichen Umfrage – wobei ein Saldo von -25 % mehr Stellenstreichungen als Neuanstellungen zeigt.
Martin Sartorius, leitender Ökonom bei der CBI, kommentierte: „Die Verkaufszahlen im Einzelhandel enttäuschten auch im Jahr bis August, während auch der Großhandel und der Fahrzeughandel Rückgänge verzeichneten. Einzelhändler berichteten von erhöhter Vorsicht bezüglich ihrer Investitions- und Einstellungspläne, was offenbar die Sorge über anhaltend schwache Nachfrage widerspiegelt. Obwohl die Haushalte noch unter der Lebenshaltungskostenkrise zu leiden scheinen, sollten Unternehmen allmählich Rückenwind durch die steigenden Realeinkommen der Verbraucher verspüren.“