Der designierte US-Präsident Donald Trump hat die Entscheidung von Amtsinhaber Joe Biden, dessen Sohn Hunter Biden zu begnadigen, scharf kritisiert. Auf seiner Plattform Truth Social bezeichnete Trump dies als 'Missbrauch und Scheitern der Justiz' und zog Vergleiche zu den Verurteilungen seiner Anhänger nach den Unruhen am 6. Januar 2021 im Kapitol.
Trump stellte die Frage, ob Bidens Begnadigung auch für die 'Geiseln des 6. Januar' gelte, die seiner Ansicht nach zu Unrecht im Gefängnis säßen. Der frühere Präsident, der nach seinem Wahlsieg im November sein Amt im Januar wieder antreten wird, sieht in der Begnadigung Hunter Bidens eine Ungerechtigkeit.
Vor Kurzem hatte sich Hunter Biden nach einer Verurteilung im Zusammenhang mit Verstößen gegen das Waffenrecht auch in einem weiteren Fall von Steuervergehen schuldig bekannt. Das Urteil sollte im Dezember erfolgen. Joe Biden, der die Präsidentschaftswahl 2020 gegen Trump gewonnen hatte, verlor diese gegen dessen erneuten Antritt im Jahr 2023.
Für Trump-nahe Anhänger besteht Hoffnung: Es wird erwartet, dass Trump viele seiner verurteilten Unterstützer nach der Amtsübernahme begnadigen wird. In einer ähnlichen Aktion gewährte Trump in der Endphase seiner ersten Amtszeit mehreren loyalen Weggefährten Gnade, darunter Charles Kushner, Paul Manafort und Roger Stone.