01. Juli, 2026

Wirtschaft

Dieselpreis sinkt auf Niveau von 2021: Was Autofahrer jetzt wissen müssen

Dieselpreis sinkt auf Niveau von 2021: Was Autofahrer jetzt wissen müssen

Die kontinuierliche Abwärtsbewegung der Spritpreise hält weiter an und lässt Dieselpreise auf ein Niveau fallen, das zuletzt Ende 2021 zu beobachten war. Auch der Preis für E10 nähert sich den Werten an, die vor Beginn des Ukraine-Konflikts üblich waren. Laut aktuellen Daten des ADAC kostete ein Liter Diesel im bundesweiten Tagesdurchschnitt am Dienstag 1,553 Euro. Dieser Preis war zuletzt am 31. Dezember 2021 zu verzeichnen. Im Wochenvergleich sank der Dieselpreis um 1,7 Cent. Superbenzin der Sorte E10 verzeichnete sogar einen Rückgang von 3,0 Cent und fiel auf 1,650 Euro pro Liter, zuletzt günstiger am 7. Januar 2022.

Beide Spritpreise sind seit Wochen im Sinkflug. Seit einem Zwischenhoch Anfang Juli hat der Dieselpreis rund 13 Cent nachgegeben, während E10 um etwa 14 Cent günstiger wurde. Dass Diesel nun wieder auf das Niveau von 2021 zurückgefallen ist, ist angesichts des seither gestiegenen CO2-Preises bemerkenswert. Auch die besonders starken Preiserhöhungen nach Beginn des Ukraine-Konflikts zeigen die aktuelle Entwicklung in einem interessanten Licht, da Diesel in größeren Mengen aus Russland importiert wurde.

Ob das aktuelle Tief bei den Spritpreisen bestehen bleibt, hängt maßgeblich von der Entwicklung des Ölpreises ab, der in der Regel den wichtigsten Einfluss auf die Spritpreise hat. Jüngst wurde Öl billiger, wenngleich ADAC-Kraftstoffmarkt-Experte Christian Laberer betont, dass dies nicht zwingend so bleiben muss. Eine mögliche Zinssenkung durch die US-Notenbank könnte die Nachfrage nach Rohöl wieder steigern. Auch geopolitische Spannungen, insbesondere im Nahen Osten, könnten den Ölpreis in die Höhe treiben.

Zusätzlich gibt es bei Diesel einen saisonalen Effekt, der in den kommenden Wochen und Monaten auftreten könnte. Da Diesel und Heizöl sehr ähnlich sind, hat sich der Beginn der Heizöl-Saison häufig als Preistreiber erwiesen. Im Frühjahr sei jedoch ein gegenteiliger Effekt zu erwarten, so Laberer.