09. Juli, 2026

Wirtschaft

Diageo mit Gewinnrückgang und dennoch erhöhter Dividende: Herausforderungen in Lateinamerika und Karibik

Diageo mit Gewinnrückgang und dennoch erhöhter Dividende: Herausforderungen in Lateinamerika und Karibik

Der Spirituosenriese Diageo sieht sich im Geschäftsjahr 2023/24 mit rückläufigem Umsatz und operativem Gewinn konfrontiert, was vornehmlich auf schwache Ergebnisse in Lateinamerika und der Karibik zurückzuführen ist. Der Umsatz sank um ein Prozent auf 20,3 Milliarden Dollar (18,8 Milliarden Euro), berichtete das Unternehmen in London. Auch der operative Gewinn fiel, bereinigt um Währungs- und Übernahmeeffekte, um fünf Prozent auf sechs Milliarden Dollar. Damit verfehlte Diageo die Prognosen der Analysten.

Diageo blickt pessimistisch in die Zukunft und geht nicht davon aus, dass sich die Lage kurzfristig verbessern wird. Das herausfordernde Marktumfeld bleibt bestehen, da Verbraucher in den betroffenen Regionen weiterhin zu günstigeren Alternativen greifen. Trotzdem entschied sich der Hersteller von bekannten Marken wie Guinness, Tanqueray und Captain Morgan, die Dividende für das zurückliegende Jahr um fünf Prozent auf 103,48 Cent je Aktie anzuheben. Dieser Schritt konnte jedoch den Kursverfall der Aktie nicht bremsen.

An der Börse verzeichnete die im Stoxx 50 gelistete Diageo-Aktie im frühen Handel einen Rückgang von fast acht Prozent auf 2.350 Pence und erreichte damit den tiefsten Punkt seit dem Frühjahr 2020. Damals sank der Kurs aufgrund der Corona-Pandemie zeitweise auf 2.139 Pence. Mit dem Ende der Pandemie verbesserte sich die Kursentwicklung merklich und erreichte zu Beginn des Jahres 2022 einen Höchststand von über 4.000 Pence. Seither befindet sich die Aktie jedoch im kontinuierlichen Abwärtstrend.