Verteidigungsminister Boris Pistorius unterstreicht die Notwendigkeit des Erwerbs von vier weiteren U-Booten im Wert von mehr als 4,5 Milliarden Euro. Ihm zufolge ist die Entscheidung des Haushaltsausschusses des Bundestages von entscheidender Bedeutung, um das Projekt umzusetzen. Diese Äußerungen machte der SPD-Politiker bei einem Besuch am norwegischen Marinestützpunkt Haakonsvern, wo der Grundstein für ein neues deutsch-norwegisches Instandsetzungszentrum für U-Boote gelegt wurde.
In Pistorius' Augen sind die neuen U-Boote unverzichtbar, um der maritimen Bedrohungslage zu begegnen. Die russische Marine sei sowohl im Nordmeer als auch im Nordatlantik und der Ostsee sehr aktiv und stelle eine ernsthafte Bedrohung dar. Ein gemeinsames Projekt zwischen Deutschland und Norwegen sieht die Beschaffung von sechs U-Booten der Klasse "U212 CD" vor, die auf einem gemeinsamen Designkonzept basieren.
Deutschland plant, seine Flotte an neuen U-Booten von zwei auf sechs zu erweitern, während Norwegen von vier auf sechs erhöhen will. Die neuen U-Boote sollen über 72 Meter lang sein und mit einer Besatzung von 30 Personen betrieben werden können. Diese Zusammenarbeit mit Norwegen wird als Antwort auf die Bedrohungen durch Russland angesehen und soll zugleich die operative Verfügbarkeit und Kosteneffizienz verbessern.
Sebastian Schäfer von den Grünen unterstützt ausdrücklich die Beschaffung der U-Boote und fordert ein neues Sondervermögen zur Finanzierung der sicherheitspolitischen Vorhaben. Mit einem kritischen Blick auf die bisherigen finanziellen Entscheidungen hebt er die Bedeutung des Schutzes wichtiger Infrastrukturen und Handelswege hervor, während er die politische Baustelle in der Rüstungsfinanzierung betont.