Man stelle sich vor: Fliegen Sie jederzeit kostenlos um die Welt und nehmen Sie jemanden mit. Was wie ein Traum klingt, wurde für den Unternehmer Mark Cuban zur Realität, als er im Alter von 29 Jahren für 125.000 US-Dollar einen lebenslangen Airpass von American Airlines erwarb.
Mit diesem Pass konnte Cuban gemeinsam mit einer Begleitperson lebenslang und jederzeit erste Klasse fliegen. Selbst wenn ein Flug ausgebucht war, musste jemand aussteigen, um für Cuban Platz zu machen. Diese Situation wurde besonders brisant, als keiner Geringerer als Basketballlegende Magic Johnson seinen Platz räumen musste.
Cuban erzählte diese faszinierende Geschichte 2013 in einem Interview bei der Howard Stern Show. Nach dem Verkauf seiner ersten Firma, MicroSolutions, für sechs Millionen US-Dollar gönnte er sich den Airpass nach einer Nacht des Feierns spontan. Der Pass ermöglichte ihm grenzenlose Spontaneität: „Ich ging in Clubs, sprach mit jemandem und sagte: ‚Lass uns nach Vegas fliegen.‘ Ich hatte einfach Spaß.“
Eines Tages beschloss er, zu seinem 30. Geburtstag nach Barcelona zu fliegen, nur weil ein Freund es vorgeschlagen hatte. Keine Planung, keine Buchung – einfach zum Flughafen gehen und abheben.
Während eines Fluges musste Magic Johnson unfreiwillig den Platz für Cuban und seine Begleitung räumen. Laut Cuban wusste Johnson nicht, warum er seinen Platz aufgeben musste und erkannte später nicht einmal, dass es wegen Cubans Airpass war. "Ich habe es ihm gesagt, aber er erinnert sich nicht," reflektierte Cuban.
Obwohl American Airlines schließlich erkannte, dass der Verkauf dieser Pässe ein finanzielles Fiasko war und das Programm einstellte, behält Cuban seinen Pass als Zeugnis einer verrückten Geschäftsgelegenheit bei. Später übertrug er den Pass auf seinen Vater.
Mit steigenden Treibstoffkosten und engeren Fluglinienbudgets scheint die Idee eines solchen Passes heute fast zu gut, um wahr zu sein. Für Cuban zahlte sich der Pass jedoch in unvergesslichen Erlebnissen und einigen peinlichen Momenten – besonders für Magic Johnson – voll aus.
Mark Cuban war nicht nur in der Luft clever, sondern auch ein Pionier der digitalen Welt. In den späten 1990er Jahren gründete er zusammen mit seinem Geschäftspartner Todd Wagner Broadcast.com, ein Unternehmen, das die Online-Übertragungstechnologie lange vor ihrer Norm etablierte. Diese Weitsicht zahlte sich 1999 aus, als Yahoo Broadcast.com für sagenhafte 5,7 Milliarden US-Dollar in Aktien erwarb, was Cuban sofort zum Milliardär machte.