02. Juli, 2026

Wirtschaft

Dauerkrise im Wohnungsbau: Trübe Aussichten trotz leichter Auftragsverbesserung

Dauerkrise im Wohnungsbau: Trübe Aussichten trotz leichter Auftragsverbesserung

Das Geschäftsklima im Wohnungsbau hat sich im August weiter eingetrübt. Der renommierte Ifo-Index für diesen Sektor sank auf -47,9 Punkte, nachdem er bereits im Juli bei -46,4 Punkten lag. Besorgniserregend ist die Tatsache, dass jedes zweite Bauunternehmen pessimistischen Erwartungen für die kommenden Monate entgegensieht.

Klaus Wohlrabe, Leiter der Ifo-Umfragen, betont die anhaltende Schwere der Krise im Wohnungsbau: "Die Krise wird sich noch lange hinziehen." Trotz der düsteren Aussichten suchen die Unternehmen weiterhin nach Hoffnungssignalen.

Ein winziger Lichtblick zeigt sich in der Entwicklung des Auftragsmangels: Im Vergleich zum Juli ist dieser minimal gesunken, betroffen sind nun 50,6 Prozent der befragten Firmen nach zuvor 51,3 Prozent. Diese Zahl liegt jedoch bereits seit neun Monaten konstant über der Marke von 50 Prozent. Der durchschnittliche Auftragsbestand reicht zumeist noch für drei Monate aus.

Positiv ist die stetig sinkende Stornoquote, die seit einem halben Jahr rückläufig ist. Derzeit berichten 11,7 Prozent der Unternehmen von stornierten Aufträgen. Wohlrabe erläutert: "Viele Unternehmen versuchen die Krise im Wohnungsbau durch Aufträge aus dem Straßenbau auszugleichen."