Der französische Lebensmittelriese Danone hat im zweiten Quartal überraschend starke Umsätze erzielt. Dank einer deutlichen Erholung in der Region Asien und der Rückkehr von Kunden, die sich zuvor infolge hoher Lebenshaltungskosten von den Marken des Unternehmens abgewendet hatten, stieg der Erlös auf vergleichbarer Basis um 4,0 Prozent auf 6,94 Milliarden Euro. Experten hatten lediglich mit einem Anstieg von durchschnittlich 3,8 Prozent gerechnet. Auf ausgewiesener Basis, einschließlich Währungseffekten sowie Zu- und Verkäufen von Unternehmensteilen, verzeichnete Danone jedoch einen Umsatzrückgang von 4,1 Prozent.
Der Anstieg des Umsatzes basiert zu einem erheblichen Teil auf höheren Absatzmengen und dem Umstieg der Verbraucher auf teurere Produkte. Besonders stark wuchs der Umsatz in China, Nordasien und Ozeanien mit einem Plus von 8,4 Prozent, während das Europa-Geschäft - Danones größter Markt - nur ein moderates Wachstum von 0,7 Prozent verzeichnete. Das Segment Spezialnahrung, das auch Produkte für Krebspatienten umfasst, zeigte das stärkste Wachstum.
An der Börse honorierten die Anleger die positiven Zahlen: Die Aktien von Danone stiegen am Vormittag um rund vier Prozent auf 61,12 Euro. Somit könnte den Papieren der Ausbruch aus ihrer jüngsten Handelsspanne gelingen, die auf der Oberseite bei rund 60 Euro gedeckelt war. Analystin Celine Pannuti von JPMorgan hob die robusten organischen Wachstumszahlen des Nahrungsmittelkonzerns in einer ersten Einschätzung hervor.
Im ersten Halbjahr steigerte Danone sein operatives Ergebnis um 0,7 Prozent auf rund 1,7 Milliarden Euro. Der Nettogewinn kletterte um 11,5 Prozent auf knapp 1,2 Milliarden Euro. Das Unternehmen bestätigte seine Prognose für ein flächenbereinigtes Umsatzwachstum von 3 bis 5 Prozent für das laufende Geschäftsjahr und erwartet eine leichte Verbesserung der operativen Marge.