Das renommierte Unternehmen Continental hat seine Umsatzprognose für das laufende Geschäftsjahr nach unten korrigiert. Aufgrund einer geringeren Autoproduktion in Europa und einer schwächeren Marktentwicklung im nordamerikanischen Reifenersatzgeschäft rechnet der Konzern nun mit Einnahmen zwischen 40 und 42,5 Milliarden Euro. Diese Prognose liegt unter den bisher angepeilten 41 bis 44 Milliarden Euro.
Trotz der gesenkten Umsatzerwartungen bleibt das Unternehmen bei seiner Zielspanne für die operative Gewinnmarge vor Zinsen, Steuern und Sonderposten unverändert. Allerdings haben sich die Aussichten im Autozuliefergeschäft leicht verschlechtert. In einem wichtigen strategischen Schritt kündigte Continental an, das Autozuliefergeschäft durch einen Spin-Off an der Börse abspalten zu wollen, um auf globaler Ebene flexibler agieren zu können.
Das zweite Quartal verlief für Continental überaus erfolgreich. Im Vergleich zum Vorjahr konnte das Unternehmen seinen operativen Gewinn um knapp 41 Prozent auf 704 Millionen Euro steigern, was die Erwartungen der Analysten übertraf. Das Sparprogramm mit Stellenabbau und Preisverhandlungen mit Autobauern zeigte positive Effekte, die auch in den kommenden Quartalen Wirkung entfalten sollen. Unter dem Strich erzielte der Konzern einen Gewinn von 305 Millionen Euro und damit fast die Hälfte mehr als im Vorjahreszeitraum.
Trotz dieser Erfolge musste Continental einen leichten Umsatzrückgang von gut 4 Prozent auf 10,0 Milliarden Euro hinnehmen. Die kommenden Monate werden zeigen, wie sich die strategischen Anpassungen und die geplanten Maßnahmen auf die langfristige Entwicklung des Unternehmens auswirken.