Die Kommunistische Partei Chinas hat ehrgeizige Pläne zur Modernisierung der zweitgrößten Volkswirtschaft im Rahmen des sogenannten Dritten Plenums verkündet. Im Mittelpunkt der Erklärungen des Zentralkomitees stand die Notwendigkeit einer „hochwertigen Entwicklung“ zur Etablierung eines „modernen sozialistischen Landes“. Dieses seltene Treffen der Parteiführung, das nur alle fünf Jahre stattfindet, diente als Plattform zur Festlegung des zukünftigen Wirtschaftskurses. Obwohl die abschließende Erklärung der viertägigen Sitzung zunächst in allgemeinem Parteijargon verfasst war, werden konkrete Maßnahmen erst in den kommenden Wochen und Monaten erwartet. Ein zentrales Thema des Treffens war die Betonung von Präsident Xi Jinping auf die Förderung Chinas als High-Tech-Nation. Die Rede war von der Unterstützung der „neuen Produktionskräfte“, wobei es darum geht, durch die Entwicklung moderner Industriezweige die wirtschaftliche Dynamik zu erhöhen. Die Sitzung diente auch der Diskussion akuter wirtschaftlicher Probleme. Das Zentralkomitee kündigte „verschiedene Maßnahmen“ zur Entschärfung der Immobilienmarktkrise und zur Reduzierung der hohen Schulden von Lokalregierungen an. Die Bekämpfung von Korruption und die Stärkung der Disziplin standen ebenfalls auf der Agenda. Bis 2029, dem 80. Jahrestag der Gründung der Volksrepublik China, sollen diese Ziele erreicht sein. Die chinesische Regierung reagiert damit auf die zunehmenden Herausforderungen, denen die Wirtschaft gegenübersteht. Der Konsum stockt, da viele Bürger angesichts unsicherer Zeiten ihr Geld sparen. Die anhaltende Immobilienkrise und die hohe Jugendarbeitslosigkeit belasten viele Familien zusätzlich.
Wirtschaft
Chinas Kommunistische Partei skizziert wirtschaftliche Zukunftspläne