China steht vor der Herausforderung, seine Wirtschaft anzukurbeln und einer möglichen „niedrigen Inflationsfalle“ zu entgehen. Einflussreiche Stimmen aus der Zentralbank betonen die Notwendigkeit verstärkter fiskalischer Stimuli. Laut Huang Yiping, einem Berater der People's Bank of China (PBOC), ist es entscheidend, intensivierte makroökonomische Maßnahmen schnell umzusetzen. In dieser Woche wurde angekündigt, dass der Fokus der fiskalischen Unterstützung für den Rest des Jahres auf dem Konsum liegen soll. Staatsanleihen sollen genutzt werden, um Konsumgüter umzutauschen und so die Einkommen und die soziale Wohlfahrt zu stärken. Huang betonte, dass das bestehende fiskalische Ausgabenkonzept beschleunigt und in Richtung Konsum gelenkt werden solle, um langfristige wirtschaftliche Stabilität zu gewährleisten. Die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt verzeichnete im zweiten Quartal ein langsamer als erwartetes Wachstum von 4,7% und kämpft mit deflationären Tendenzen. Einzelhandelsumsätze und Importe blieben hinter den Produktions- und Exportergebnissen zurück. Huang schlägt vor, dass eine rigide Inflationszielsetzung von 2%-3% eingeführt werden sollte, um moderate Inflation auf Augenhöhe mit den Wachstumszielen zu erreichen. Huang warnte, dass eine zu konservative Ausrichtung der Zentralbank- und Finanzministeriumspolitik die wirtschaftliche Stabilität gefährden könnte. Er appelliert für Maßnahmen, die mehr Wanderarbeitern die Ansiedlung in Städten ermöglichen und direkte finanzielle Zuwendungen an die Bevölkerung beinhalten. China setzt seit Langem ein Inflationsziel von etwa 3%, jedoch blieben die tatsächlichen Preissteigerungen in den letzten Jahren deutlich dahinter zurück. Niedrige Inflation könne die wirtschaftliche Aktivität hemmen und es erschweren, Wachstum zu fördern, so Ökonomen.
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China soll fiskalische Anreize verstärken, um wirtschaftliches Wachstum zu sichern