02. Juli, 2026

Wirtschaft

Chicago stellt Einstellungsstopp und Ausgabenbeschränkungen zur Bekämpfung des Haushaltsdefizits ein

Chicago stellt Einstellungsstopp und Ausgabenbeschränkungen zur Bekämpfung des Haushaltsdefizits ein

Die Stadt Chicago trifft drastische Maßnahmen, um ein Budgetdefizit von über einer Milliarde US-Dollar bis Ende des kommenden Jahres zu schließen. Budgetdirektorin Annette Guzman teilte in einer E-Mail mit, dass ab Montag nicht-essenzielle Reise- und Überstundenkosten außerhalb der öffentlichen Sicherheitseinsätze eingeschränkt werden.

Im laufenden Jahr sieht sich die drittgrößte Stadt der USA mit einem geschätzten Defizit von 222,9 Millionen US-Dollar konfrontiert, während für 2024 ein weiteres Minus von 982,4 Millionen US-Dollar erwartet wird.

"Diese Maßnahmen spiegeln unser Engagement für eine verantwortungsvolle Finanzverwaltung in Zeiten finanzieller Unsicherheit wider", erklärte Guzman. Beamte der Stadt, einschließlich des Haushalts- und Finanzteams, arbeiten intensiv daran, diese finanziellen Herausforderungen zu bewältigen und die fortlaufende Bereitstellung wesentlicher Dienste für die Einwohner zu gewährleisten.

Bürgermeister Brandon Johnson, der derzeit seinen zweiten Haushaltsplan ausarbeitet, versucht seine progressiven sozialen und wirtschaftlichen Wahlkampfversprechen umzusetzen, während er sich mit den herausfordernden Finanzen der Stadt auseinandersetzt. Johnson wird seinen Haushalt in den nächsten ein oder zwei Monaten vorstellen, einschließlich der Maßnahmen zur Schließung des Budgetlochs für 2025. Der Stadtrat von Chicago wird anschließend bis Ende 2024 über den Vorschlag abstimmen.

Die aufeinanderfolgenden Budgetlücken sind zum Teil auf sinkende Einnahmen aus den sogenannten Personal Property Replacement Taxes des Staates und darauf zurückzuführen, dass der Schulbezirk von Chicago 175 Millionen US-Dollar nicht zahlt, die zur Finanzierung der Pensionsbeiträge für nicht-lehrendes Personal beitragen sollen. Steigende Personalkosten, Renten und vertragliche Verpflichtungen sowie anhaltende Einnahmeprobleme sind laut Guzman ausschlaggebend für das prognostizierte Defizit im nächsten Jahr.