30. Juni, 2026

Wirtschaft

Bundeskanzler Scholz zuversichtlich: Verkauf der Rosneft-Anteile an der PCK-Raffinerie vor Jahresende erwartet

Bundeskanzler Scholz zuversichtlich: Verkauf der Rosneft-Anteile an der PCK-Raffinerie vor Jahresende erwartet

Im spannenden Rennen um die Zukunft der PCK-Raffinerie in Schwedt zeigt sich Bundeskanzler Olaf Scholz optimistisch. Erwartungsgemäß sollen die Verkaufsverhandlungen betreffend der Anteile des russischen Staatskonzerns Rosneft bis zum Jahresende finalisiert sein. Diese Aussicht teilte der SPD-Politiker jüngst bei einem Bürgerdialog in Prenzlau mit.

Aktuell befinden sich etwa 54 Prozent der bedeutsamen Industrieanlage in Brandenburg in der Hand von zwei deutschen Tochtergesellschaften von Rosneft. Diese Anteile stehen unter der Verwaltung des Bundes, der sie jedoch veräußern möchte. Laut Scholz laufen die Verhandlungen bereits, weshalb die Bundesregierung die Treuhandverwaltung verlängert hat. „Wir wissen, wer mit Rosneft verhandelt“, bemerkte Scholz, und zeigte sich hoffnungsvoll, dass bis Jahresende Klarheit herrscht, um die verbleibende Zeit für den Abschluss der Angelegenheiten effektiv zu nutzen.

Ein weiterer Diskussionspunkt für Scholz ist seine bevorstehende Reise nach Usbekistan und Kasachstan, wobei er andeutete, dass auch die Versorgung der Schwedter Raffinerie mit zentralasiatischem Öl auf der Agenda stehe. Konkrete Details hierzu blieb er jedoch schuldig.

Die PCK-Raffinerie hat eine zentrale Rolle in der Versorgung des nordostdeutschen Raums mit Benzin, Diesel und Heizöl. Ursprünglich ausschließlich auf russisches Öl aus der Druschba-Pipeline angewiesen, hat die Anlage nach der Entscheidung der Bundesregierung, russisches Pipeline-Öl seit Anfang 2023 aufgrund des Ukraine-Kriegs nicht mehr zu nutzen, auf alternative Bezugsquellen umgestellt. Dabei bezieht sie nun auch teilweise Rohöl aus Kasachstan, bleibt jedoch unter der Auslastung, die vor dieser Umstellung herrschte.