Die geplante Fusion der Supermarktgiganten Kroger und Albertsons steht auf dem Prüfstand. Während das Bundesgericht in Portland beide Seiten der Debatte anhört und über die einstweilige Verfügung der US-Handelsbehörde FTC entscheidet, versammeln sich vor den Gerichtsstufen Gewerkschaftsführer aus dem Westen der USA zu einer Pressekonferenz. Die Pressekonferenz startet um 8 Uhr und wird von Mitgliedern der United Food and Commercial Workers Union vertreten, die aus Colorado, Wyoming, Kalifornien, Idaho und Oregon kommen. Sowohl Kroger als auch Albertsons sehen sich einem skeptischen US-Gericht gegenüber, das letztlich grünes Licht für die Fusion geben muss. Die Gewerkschaften und die Koalition „Stop the Merger“ lehnen die Fusion ab und argumentieren, dass sie zu Filialschließungen, Lebensmittel- und Apothekenengpässen, Entlassungen und steigenden Preisen führen wird. Die FTC hat ebenfalls Bedenken und wird dabei von den Generalstaatsanwälten aus Arizona, Kalifornien, Illinois, Maryland, Nevada, New Mexico, Wyoming, Oregon und dem District of Columbia unterstützt. Kroger, mit Sitz in Cincinnati, Ohio, betreibt 2.800 Filialen in 35 Bundesstaaten, darunter bekannte Marken wie Ralphs, Smith's und Harris Teeter. Albertsons, ansässig in Boise, Idaho, hat 2.273 Geschäfte in 34 Staaten, darunter Safeway, Jewel Osco und Shaw's. Gemeinsam beschäftigen die Unternehmen rund 710.000 Mitarbeitende. Die Anhörung in Portland soll bis zum 13. September andauern.
Wirtschaft
Bundesgericht entscheidet über Fusion zwischen Kroger und Albertsons