Nach einem Handelstag, der die Börsen in Osteuropa gezeichnet hat, zeigt sich der Warschauer Aktienmarkt besonders getroffen. Im Gegensatz zu den moderaten Rückschlägen in Budapest und Prag, sah sich die Warschauer Börse mit dem größten Rückgang konfrontiert. Ein Abkühlen des allgemeinen Anlegerenthusiasmus nach den jüngsten Höchstständen ist möglicherweise der Grund für die gedämpfte Investitionsstimmung.
Der polnische Leitindex Wig-20 verzeichnete am Dienstag einen Verlust von 0,99 Prozent und schloss auf 2567,52 Punkte, während sein breiter gefasstes Pendant, der Wig, 0,75 Prozent einbüßte und auf 88 739,92 Zähler zurückging. Besonders betroffen waren in Warschau die Wertpapiere des Versicherungsriesen PZU, die um markante 4,1 Prozent fielen, und auch die Anteilsscheine der Pekao Bank, mit einem Verlust von 3,5 Prozent, standen stark unter Druck.
In Ungarn hingegen, wo der Handel nach einem Feiertag wieder aufgenommen wurde, fiel der Bux nur um moderate 0,33 Prozent auf 67 866,13 Punkte. Obwohl die Aktien der OTP Bank leicht um 0,3 Prozent nachgaben, erlebte die Börse von Budapest auch positive Überraschungen, wie den gewaltigen Kursanstieg der Delta-Aktie um 19,1 Prozent – eine Reaktion auf die vor Kurzem angekündigte Absicht des Technologieunternehmens, eigene Aktien zurückzukaufen.
Der tschechische Hauptindex PX ließ in Prag ebenfalls Federn und verlor minimale 0,04 Prozent, womit er auf 1566,89 Punkte kam. Unter den Gewinnern in Tschechien konnten sich erneut die Aktien von CEZ behaupten, die um 0,8 Prozent zulegten.
Ferner sah sich der russische RTS-Index mit einem Rückgang von 0,40 Prozent auf 1199,26 Punkte ebenfalls leichteren Verlusten gegenüber.
Zusammengefasst verzeichneten die osteuropäischen Börsen einen Dämpfer, wobei der polnische Aktienmarkt die stärksten Einbrüche hinnehmen musste, während die Märkte in Ungarn und Tschechien vergleichsweise glimpfliche Verluste erlitten.