17. Juli, 2026

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Bifurkation an der Wall Street: Dow Jones knickt ein, Nasdaq setzt Aufstieg fort

Bifurkation an der Wall Street: Dow Jones knickt ein, Nasdaq setzt Aufstieg fort

Die Wall Street hat den Handelsstart mit einer auffälligen Zweiteilung zwischen den Leitindizes erlebt. Während der technologielastige Nasdaq 100 Zugewinne verbuchen konnte und um 0,69 Prozent auf 18.674,19 Punkte stieg, fiel der Dow Jones Industrial entgegen der anfänglichen Rekordtendenz um 0,49 Prozent auf 39.806,77 Zähler zurück und durchbrach damit erneut die psychologisch bedeutende Grenze von 40.000 Punkten nach unten.

Die im Technologiesektor herrschende Euphorie wurde vor der Veröffentlichung der Quartalszahlen von Nvidia angestachelt, welche die Fantasie hinsichtlich des Megathemas Künstlicher Intelligenz beflügelt. Diese Vorfreude spiegelte sich in der Steigerung des Nasdaq 100 wider, der zeitweilig sogar eine neue Spitzenmarke über 18.700 Punkten erreichte. Der S&P 500 bewegte sich hingegen nur minimal nach oben und schloss mit einem Plus von 0,09 Prozent auf 5308,13 Punkte, knapp unter dem Rekordhoch.

Jim Reid von der Deutschen Bank wies darauf hin, dass Nvidia, dessen Quartalsbericht am Mittwoch nach Börsenschluss erwartet wird, im Vorjahr mit seinen Zahlen den KI-Hype auslöste. Seitdem hat sich der Kurs verdreifacht. Die Nvidia-Aktie stieg am Montag um 2,5 Prozent, nicht zuletzt aufgrund einer positiven Analyse der Barclays Bank, die ein Kursziel von 1100 Dollar sieht.

Microsoft reihte sich unter die Technologiegewinner ein und legte um 1,2 Prozent zu. Das Unternehmen plant, Windows-PCs mit speziellen KI-Chips für die Ära der Künstlichen Intelligenz auszustatten. Micron profitierte ebenfalls mit einer Erhöhung von drei Prozent davon, dass Morgan Stanley seine bisher kritische Haltung zur Aktie revidierte.

Die JPMorgan-Aktien fielen indes um 4,5 Prozent und bildeten somit ein Schlusslicht im Dow Jones. Dies war eine direkte Reaktion auf Aussagen des CEO Jamie Dimon, der nur bei Kursrückgängen über größere Aktienrückkäufe nachdenken würde.

Im Rohstoffsektor rückten Mineraktien in den Vordergrund, angeführt von Southern Copper, deren Wert um drei Prozent auf ein neues Rekordhoch kletterte. Freeport-McMoran und Newmont legten ebenfalls zu, dank steigender Gold- und Kupferpreise, angetrieben durch geopolitische Unsicherheiten und Versorgungsengpässe.

Der Euro zeigte sich gegenüber dem Dollar unverändert und notierte zuletzt bei 1,0858 USD. US-Staatsanleihen verzeichneten leichte Kursverluste, während die Rendite zehnjähriger Anleihen auf 4,45 Prozent anstieg.