22. Juli, 2026

Wirtschaft

Berliner Wohnungsmarkt: Vonovia-Verkäufe an Landeseigene Unternehmen genehmigt

Berliner Wohnungsmarkt: Vonovia-Verkäufe an Landeseigene Unternehmen genehmigt

Das Bundeskartellamt hat grünes Licht für zwei bedeutende Transaktionen auf dem Berliner Immobilienmarkt gegeben. Zwei landeseigene Unternehmen, Howoge und Berlinovo Immobilien Gesellschaft, dürfen umfangreiche Immobilienbestände von der Vonovia erwerben. Wie die Wettbewerbsbehörde am Montag mitteilte, erfolgt der geplante Erwerb ohne wettbewerbsrechtliche Bedenken.

Der Präsident des Bundeskartellamts, Andreas Mundt, sagte: "In Berlin sind inzwischen rund 22 Prozent der rund 1,7 Millionen Mietwohnungen in der Hand des Landes." Das Vorhaben Berlins, etwa 4500 Wohnungen im Bezirk Lichtenberg von der Vonovia zu erwerben, sei jedoch wettbewerblich unbedenklich. Der Einfluss der landeseigenen Gesellschaften auf den Berliner Wohnungsmarkt werde durch die Übernahme nur geringfügig ausgebaut.

Ende 2022 befanden sich etwa 375.000 Mietwohnungen im Eigentum der sieben landeseigenen Immobilienunternehmen, was einem Anteil von rund 22 Prozent der Berliner Mietwohnungen entspricht. Durch den Erwerb der Prima Wohnbauten Privatisierungs-Management GmbH durch Howoge erhöht sich dieser Anteil lediglich geringfügig auf etwa 22,4 Prozent.

Howoge plant außerdem, sämtliche Geschäftsanteile an der Stadtentwicklungsgesellschaft Buch zu übernehmen, die ein 40 Hektar großes unbebautes Grundstück in Berlin-Buch im Bezirk Pankow besitzt. Hier könnten bis zu 1200 neue Wohnungen entstehen. Zusammen mit der Berlinovo Immobilien Gesellschaft soll der Kaufpreis für beide Projekte rund 700 Millionen Euro betragen.