19. Juli, 2026

Wirtschaft

Berliner Staatsanwaltschaft prüft Insolvenz von KaDeWe und Signa-Gruppe

Berliner Staatsanwaltschaft prüft Insolvenz von KaDeWe und Signa-Gruppe

Der Insolvenzfall des renommierten Berliner Luxuskaufhauses KaDeWe und dessen Muttergesellschaft Signa-Gruppe steht unter intensiver Untersuchung durch die Berliner Staatsanwaltschaft. Es werden derzeit Vorprüfungen zu möglichen strafrechtlichen Ermittlungen durchgeführt, insbesondere im Hinblick auf die Insolvenz der Signa-Gruppe, zu der 169 Einzelunternehmen zählen.

Während die Behörden Unterlagen sichten, richten sich die Vorwürfe gegen mögliche Bankrotthandlungen, Untreue und Subventionsbetrug. Die Berliner Staatsanwaltschaft werde die Verantwortlichkeiten klären, um zu bestimmen, welche Personen als Beschuldigte in Frage kommen. Der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Sebastian Büchner, erklärte dazu, dass es auch darum gehe, ob René Benko als faktischer Geschäftsführer der Signa-Gruppe zu bewerten sei. 'Die strafrechtliche Prüfung befindet sich also gerade in der Anfangsphase, es wird erstmal gesichtet und sortiert', betonte Büchner.

Die durch den österreichischen Unternehmer René Benko aufgebaute Signa-Gruppe, die zahlreiche bekannte Kaufhäuser umfasst, befindet sich gegenwärtig im Insolvenzverfahren. Viele dieser Häuser werden veräußert, um die enormen Schulden in Milliardenhöhe zu reduzieren.

Auch die Staatsanwaltschaft München ist in den Fall involviert und steht in Kontakt mit anderen deutschen Staatsanwaltschaften. Darüber hinaus laufen auch in Österreich Untersuchungen zu der Insolvenz.