09. Juli, 2026

Wirtschaft

BASF trotzt schwierigen Bedingungen: Geringer Umsatzrückgang trotz höherer Absatzmengen

BASF trotzt schwierigen Bedingungen: Geringer Umsatzrückgang trotz höherer Absatzmengen

Der weltgrößte Chemiekonzern BASF stand im zweiten Quartal vor großen Herausforderungen, da gesunkene Verkaufspreise und negative Währungseffekte den Umsatz belasteten. Trotz erhöhter Absatzmengen konnte das Unternehmen diese Einbußen nicht vollständig ausgleichen, wodurch der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 6,9 Prozent auf 16,1 Milliarden Euro schrumpfte. Analysten hatten mit einem leicht höheren Erlös gerechnet, wurden jedoch enttäuscht.

Das bereinigte operative Ergebnis (Ebitda) stieg um 0,6 Prozent auf knapp zwei Milliarden Euro – ein Wert, der ebenfalls unter den Erwartungen der Experten lag. BASF konnte jedoch seinem Sparkurs treu bleiben, der letztlich dazu beitrug, das Ergebnis zu stabilisieren.

Trotz der schwierigen Umstände belief sich der Gewinn für die Aktionäre auf 430 Millionen Euro, was im Vergleich zu den 499 Millionen Euro des Vorjahres einen Rückgang darstellt. Die Ziele für 2024 wurden vom Konzern bestätigt, obwohl die Aussichten herausfordernd bleiben.

Seit Ende April steht BASF unter neuer Führung: Markus Kamieth hat den langjährigen Vorstandsvorsitzenden Martin Brudermüller abgelöst, der ihm ein schweres Erbe hinterlassen hat. Im Februar hatte Brudermüller weitere Einsparungen in Milliardenhöhe sowie einen erneuten Stellenabbau im Stammwerk Ludwigshafen angekündigt, wobei das Unternehmen in Deutschland seit zwei Jahren Verluste verzeichnet.

Das größte Produktionsstandort des Konzerns soll neu strukturiert werden, um bis Ende 2026 jährlich eine Milliarde Euro zusätzlich einzusparen. Wie viele Stellen dabei in Ludwigshafen wegfallen werden, bleibt vorerst unklar. Auch Schließungen weiterer Anlagen sind nicht ausgeschlossen.