09. Juli, 2026

Wirtschaft

Azubimangel trotz hoher Ausbildungsquote: Bericht aus dem Institut der Deutschen Wirtschaft

Azubimangel trotz hoher Ausbildungsquote: Bericht aus dem Institut der Deutschen Wirtschaft

Immer mehr Ausbildungsplätze in Deutschland bleiben unbesetzt, selbst in Branchen mit hohem Auszubildendenanteil. Dies geht aus einer jüngsten Auswertung des Instituts der Deutschen Wirtschaft in Köln hervor, über die zuerst die 'Rheinische Post' berichtete. Die Analyse zeigt, dass in Bereichen wie Kältetechnik, Hotelservice und Zimmerei im letzten Jahr etwa jede sechste Ausbildungsstelle vakant blieb – obwohl diese Sektoren traditionell eine hohe Ausbildungsquote aufweisen. Der Fachkräftemangel stellt in diesen Berufen gegenwärtig eine erhebliche Herausforderung dar. Besonders auffällig ist die Situation bei den Softwareentwicklern. Hier führen sie die Rangliste an: Auf 100 Beschäftigte entfielen im vergangenen Jahr rund 33 Auszubildende. Dennoch blieb etwa acht Prozent der Lehrstellen unbesetzt. Dies verdeutlicht, dass auch bei einer hohen Ausbildungsquote nicht alle Positionen besetzt werden können. Für diese Untersuchung hat das Institut der Deutschen Wirtschaft seine eigene Fachkräftedatenbank sowie Sonderauswertungen der Bundesagentur für Arbeit und des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung herangezogen. Berücksichtigt wurden dabei Berufe mit wenigstens 10.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Zeitraum von Juli 2022 bis Juni 2023.