08. Juli, 2026

Wirtschaft

Ares Management verzeichnet robustes Kreditgeschäft trotz bevorstehender Zinssenkungen

Ares Management verzeichnet robustes Kreditgeschäft trotz bevorstehender Zinssenkungen

Ares Management zeigt sich hinsichtlich der Kreditqualität optimistisch, obwohl die Federal Reserve möglicherweise bereits nächsten Monat die Zinssätze senken wird. Laut CEO Mike Arougheti verbessert sich die Kreditperformance vor dem Beginn des Zinssenkungszyklus, was eine seltene Entwicklung darstellt. Arougheti betonte, dass ein Rückgang der Zinssätze nicht zwangsläufig eine Verschlechterung der Kreditqualität impliziert, sondern im Gegenteil die Transaktionsaktivität ankurbeln könnte.

Im zweiten Quartal investierte Ares beeindruckende 26 Milliarden US-Dollar, wobei 12 Milliarden US-Dollar in die amerikanische Direktkreditvergabe flossen. Gleichzeitig konnte das Unternehmen ebenfalls 26 Milliarden US-Dollar Kapital einwerben, davon 8,9 Milliarden US-Dollar für die US-Direktkreditvergabe. Mit dieser Summe gelang es Ares, seinen größten Direktkreditfonds zu etablieren.

Arougheti äußerte sich zuversichtlich, dass Ares die im letzten Jahr erzielte Summe von 74 Milliarden US-Dollar erreichen oder sogar übertreffen könnte. Das markierte 2023 als das zweiterfolgreichste Jahr in der Geschichte der Kapitalbeschaffung für den Finanzdienstleister. Ares rechnet damit, dass die Transaktionsaktivitäten weiter zunehmen werden, während Private-Equity-Firmen mit hohen Kapitalreserven und dem Druck zur Rückgabe von Kapital an Investoren konfrontiert sind.

Das Unternehmen meldete nach Steuern realisierte Einkünfte von 332 Millionen US-Dollar, beziehungsweise 99 Cent pro Aktie, und übertraf damit die durchschnittliche Analystenerwartung von 98 Cent pro Aktie. Die durch Gebühren erzielten Erträge und realisierten Einkünfte trugen zu diesem positiven Ergebnis bei. Die verwalteten Vermögenswerte stiegen um 18% auf 447 Milliarden US-Dollar. Ares hatte zum Quartalsende 122 Milliarden US-Dollar an verfügbaren Investitionskapital zur Verfügung.

Die Erwartungen hinsichtlich einer Zinssenkung durch die Federal Reserve wurden durch Daten verstärkt, die einen erneuten Anstieg der Arbeitslosenquote in den USA im Juli zeigten. Trotz der insgesamt positiven Unternehmenszahlen fielen die Ares-Aktien um 5,1% auf 141,56 US-Dollar, da die breiteren Märkte angesichts der wirtschaftlichen Unsicherheiten nachgaben.