17. Juli, 2026

Wirtschaft

Airbus kämpft mit Zuliefern während ehrgeiziger Expansionspläne

Airbus kämpft mit Zuliefern während ehrgeiziger Expansionspläne

Der weltgrößte Flugzeughersteller Airbus sieht sich bei der Erweiterung seiner Produktion weiterhin mit Engpässen in den Lieferketten konfrontiert. Laut Vorstandschef Guillaume Faury werden die seit der Corona-Pandemie bestehenden Probleme bei den Zulieferern voraussichtlich noch zwei bis drei Jahre andauern. Diese Prognose äußerte Faury während der Luftfahrtmesse ILA in Berlin. Trotz der Herausforderungen strebt Airbus an, die Produktion seiner Schmalrumpf-Flugzeuge der Modellfamilie A320neo auf 75 Maschinen pro Monat zu steigern. Dieses Ziel soll bis 2026 erreicht werden. Faury räumte jedoch ein, dass der Fortschritt langsamer voranschreitet, als das Unternehmen erhofft hatte. Besonders im Fokus des Airbus-Managements steht die Konkurrenz durch den chinesischen Hersteller Comac. Dessen C919, ein Mittelstreckenjet, soll es mit den Modellen A320neo und Boeing 737 Max aufnehmen. Faury betonte, dass Comac auf dem heimischen Markt eine bedeutende Position einnehmen werde, obwohl der neue Jet im Ausland noch keine Zulassung erhalten hat. Parallel zu diesen Herausforderungen plant Airbus die Entwicklung zweier neuer Flugzeugtypen. Ein Nachfolgemodell für die Mittelstreckenjets der A320neo-Reihe soll im nächsten Jahrzehnt fertiggestellt werden, möglicherweise mit einer größeren Flügel-Spannweite und Open-Rotor-Antrieben. Zudem ist bis 2035 die Einführung eines kleineren Passagierjets mit Wasserstoff-Antrieb geplant.