24. Juni, 2024

Wirtschaft

Zwiespältige Signale aus dem Euroraum: Geldmenge M3 wächst, M1 schrumpft weiterhin

Zwiespältige Signale aus dem Euroraum: Geldmenge M3 wächst, M1 schrumpft weiterhin

Der Euroraum verzeichnete im April das stärkste Wachstum der breit gefassten Geldmenge M3 seit einem Jahr. Laut der Europäischen Zentralbank (EZB) stieg die Geldmenge M3 im Vergleich zum Vorjahresmonat um 1,3 Prozent. Dieser Anstieg entspricht den Erwartungen der Bankanalysten.

Im Gegensatz dazu setzte sich der Abwärtstrend der enger gefassten Geldmenge M1 fort, wenn auch weniger stark als in den Vormonaten. So schrumpfte M1 im April um 6,0 Prozent, nachdem sie im Vormonat um 6,6 Prozent zurückgegangen war. Unter Ökonomen wird M1 häufig als wichtiger Konjunkturindikator betrachtet.

Die Kreditvergabe im Euroraum zeigte im April ebenfalls eine moderate Aufwärtsbewegung. Kredite an Unternehmen außerhalb der Finanzbranche nahmen um 0,3 Prozent zu, während Darlehen an private Haushalte um 0,2 Prozent stiegen. Auch die Kreditvergabe wird von Ökonomen als Indikator für die konjunkturelle Entwicklung angesehen.