10. Mai, 2026

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Strafe für JPMorgan Chase: Singapurs Aufsichtsbehörde verhängt zivilrechtliche Sanktion

Strafe für JPMorgan Chase: Singapurs Aufsichtsbehörde verhängt zivilrechtliche Sanktion

Die Monetary Authority of Singapore (MAS) hat gegen die JPMorgan Chase Bank eine zivilrechtliche Strafe in Höhe von 2,4 Millionen Singapur-Dollar (1,78 Millionen US-Dollar) verhängt, nachdem die Bank es versäumt hatte, das Fehlverhalten ihrer Kundenbetreuer bei außerbörslichen Anleihegeschäften zu erkennen.

Kundenbetreuer hatten irreführende oder unvollständige Angaben gemacht, was zu überhöhten Spreads führte, die über den bilateralen Vereinbarungen lagen. Diese Geschäfte fanden zwischen November 2018 und September 2019 statt und wurden eingehend von der MAS im Rahmen ihrer Untersuchungen zur Preis- und Offenlegungspraxis im Private-Banking-Sektor geprüft.

JPMorgan Chase wurde vorgeworfen, unzureichende Prozesse und Kontrollen zu haben, um die Einhaltung vereinbarter Spreads zu gewährleisten. In 24 Fällen kam es zu Fehlangaben oder unvollständigen Offenlegungen, was gegen die Abschnitte 201(c) und 201(d) des Securities and Futures Act (SFA) verstieß. Die Bank hat ihre Verantwortung gemäß Abschnitt 236C des SFA anerkannt und die betroffenen Kunden entschädigt.

Zudem hat JPMorgan Chase Maßnahmen ergriffen, um seine Preisgestaltungen und internen Kontrollen zu verbessern, um derartige Vorfälle künftig zu vermeiden. Während die MAS separate Untersuchungen gegen die beteiligten Kundenbetreuer durchführt, zeigt dieser Fall, wie zivilrechtliche Sanktionen im Einklang mit strafrechtlichen Maßnahmen zur Bekämpfung von Marktmissbrauch eingesetzt werden können.

Die Höhe der Strafe kann das Dreifache des erlangten Gewinns oder vermiedenen Verlustes betragen, allerdings gibt es Mindeststrafen von 50.000 US-Dollar für Einzelpersonen und 100.000 US-Dollar für Unternehmen.

Trotz der aktuellen Herausforderungen setzte JPMorgan Chase seine Expansion fort und eröffnete im April dieses Jahres ein neues Büro in Glasgow, um dem wachsenden Bedarf seiner Mitarbeiter besser gerecht zu werden.