Die Gewerkschaft der Starbucks-Mitarbeiter schlägt Alarm: An diesem Freitag traten in wichtigen US-Städten zahlreiche Baristas in den Streik. In Metropolen wie Los Angeles, Chicago und Seattle folgten die Angestellten dem Aufruf der Gewerkschaft Workers United zu Arbeitsniederlegungen. Die Gewerkschaft, die über 10.000 Baristas vertritt, plant die Streiks täglich auszuweiten. Bis zu Hunderten von Filialen droht ein Streik, sollte der Konzern nicht bald auf die Forderungen nach fairen Löhnen und einer besseren Personalausstattung eingehen.
Im Februar hatten Workers United und Starbucks ein Rahmenwerk geschaffen, um solche Diskussionen zu erleichtern. Jedoch wirft die Gewerkschaft dem Unternehmen vor, seinerseits keine ernsthaften Vertragsvorschläge unterbreitet zu haben, obwohl es wiederholt Zusagen gegeben habe.
Starbucks reagierte auf die Streikankündigung mit Bereitschaft zu weiteren Verhandlungen, stellte jedoch klar, dass die Gewerkschaft zurück an den Verhandlungstisch kommen müsse. Währenddessen befindet sich das Unternehmen inmitten eines umfassenden Umstrukturierungsprozesses unter der Leitung des neuen CEO Brian Niccol. Niccol hat ambitionierte Pläne zur Wiederbelebung der 'Kaffehauskultur', darunter die Renovierung der Cafés, die Einführung gemütlicherer Sitzgelegenheiten sowie die Vereinfachung der Speisekarte.
Mit rund 11.000 von Starbucks selbst betriebenen Geschäften in den USA und etwa 200.000 Beschäftigten steht das Unternehmen unter erheblichem Druck, da es zu Jahresbeginn seine Prognosen für 2025 infolge enttäuschender Ergebnisse nach unten korrigiert hatte.