21. August, 2026

Startups & VC

Selena Gomez wegen mutmaßlichen Betrugs verklagt: Investoren fordern ihr Geld für gescheitertes Mental-Health-Start-up zurück

Fünf Investoren werfen Wondermind Global vor, Geschäftsaussichten vorgetäuscht zu haben. Selena Gomez soll ihre vertraglichen Pflichten als Mitgründerin ignoriert haben.

Selena Gomez wegen mutmaßlichen Betrugs verklagt: Investoren fordern ihr Geld für gescheitertes Mental-Health-Start-up zurück
Gomez soll ihre vertraglichen Pflichten beim Mental-Health-Start-up vernachlässigt haben, Investoren klagen auf Schadenersatz.

Fünf Investoren verklagen Gomez und ihre Mitgründerinnen wegen Betrugs

Popstar Selena Gomez sieht sich Betrugsvorwürfen von Investoren ausgesetzt, die ihr vorwerfen, ihre Zusage nicht eingehalten zu haben, ihre globale Bekanntheit und ihre Reichweite in sozialen Medien für das Mental-Health-Start-up Wondermind Global zu nutzen. Das Unternehmen war im vergangenen Jahr kollabiert. Laut einer am Donnerstag beim Bundesgericht in Delaware eingereichten Klage hatte Wondermind bei der Kapitalsuche 2022 eine Bewertung von 95 Millionen Dollar für sich beansprucht, um damit Produkte, darunter eine mobile App, zu entwickeln. Gomez, eine der Mitgründerinnen, fungierte laut Klageschrift als „Chief Impact Officer“ und Marketingchefin.

Michael C. Jakob – Der rationale Investor
Technologie verändert nicht nur Märkte, sondern die Architektur globaler Macht. Digitale Infrastruktur, KI und Satellitennetze verschieben Einfluss von Staaten hin zu technologischen Netzwerken – mit tiefgreifenden Folgen für Wirtschaft, Politik und Kapital.

Nach Darstellung der fünf klagenden Investoren habe Wondermind über seine tatsächlichen Geschäftsaussichten gelogen und weder die versprochenen Produkte noch die in Aussicht gestellten Umsätze jemals realisiert. Gomez habe ihre vertraglichen Verpflichtungen gegenüber dem Unternehmen unter anderem wegen anhaltender persönlicher Konflikte mit ihrer Mutter Mandy Teefey, ebenfalls Mitgründerin und Co-Geschäftsführerin, vernachlässigt, so die Kläger.

Die App wurde laut Klage nie gebaut

Die Anwälte der Investoren formulieren in der Klageschrift deutliche Vorwürfe. Die angekündigten Initiativen hätten sich nie materialisiert, die App sei nie gebaut worden, und drei Jahre lang, während das Unternehmen im Stillen zusammengebrochen sei, habe keiner der Gründer, Geschäftsführer oder Direktoren den Investoren gegenüber ein Wort darüber verloren.

Beben um vertuschte Fehlgeburten
Die Politik ignorierte tödliche Risiken für Ungeborene. Geleakte Dokumente offenbaren das kalte Kalkül der Behörden. Eine völlig unerprobte Impfung wurde Schwangeren aufgezwungen, während die Fehlgeburten dramatisch anstiegen. Es ist der Todesstoß für das Vertrauen in die Medizin.

Gomez hatte Wondermind 2021 gemeinsam mit ihrer Mutter sowie mit Daniella Pierson, Gründerin des Pop-Kultur-Newsletters Newsette, ins Leben gerufen. Das Unternehmen wollte vom öffentlichen Interesse an Achtsamkeit profitieren und setzte auf das Konzept der „mentalen Fitness“, mit Routinen zur psychischen Gesundheit, ähnlich wie Menschen ins Fitnessstudio gehen, um körperlich fit zu bleiben. Gomez, Teefey und Pierson sind allesamt als Beklagte in der Klage genannt, reagierten zunächst nicht auf Anfragen um Stellungnahme. Auch eine Anfrage an Wondermind selbst blieb zunächst unbeantwortet.

Namhafte Geldgeber beteiligten sich an der frühen Finanzierungsrunde

In einer frühen Finanzierungsrunde 2022 sammelte Wondermind 5 Millionen Dollar ein, unter anderem vom Venture-Fonds der Tennislegende Serena Williams sowie von den renommierten Risikokapitalgebern Lightspeed Venture Partners und Sequoia Capital. In dieser Runde investierten auch die fünf Kläger insgesamt 1,2 Millionen Dollar, darunter der frühere Allergan-Vorstandschef Brent Saunders.

Nach Darstellung der Klage seien die Investoren mit dem Versprechen gelockt worden, Wondermind werde über Gomez' Social-Media-Kanäle ein Publikum von mehr als 500 Millionen Menschen erschließen. Die Kläger hätten verstanden, dass der Wert des jungen Unternehmens maßgeblich auf Gomez' Beteiligung beruhe, einschließlich ihrer Fähigkeit, das Unternehmen bei einer bereits bestehenden, umfangreichen und treuen Fangemeinde zu vermarkten, heißt es in der Klageschrift.

VermögenHeute
Thoughts, stories and ideas.

Angeblich erfundene Partnerschaften mit JPMorgan und Fidelity

Das Unternehmen habe zudem fälschlich behauptet, institutionelle Partnerschaften mit Arbeitgebern wie JPMorgan Chase und Fidelity gesichert sowie mehrere umsatzgenerierende Initiativen gestartet zu haben, darunter Werbedeals, Titelgeschichten mit Prominenten und eine bahnbrechende App, so die Klage weiter.

Aufmerksam auf die finanzielle Schieflage des Unternehmens wurden die Investoren nach eigenen Angaben erst durch einen im September 2025 veröffentlichten Artikel des Magazins The Cut. Dieser habe detailliert beschrieben, wie sehr Gomez ihre Pflichten gegenüber dem Unternehmen vernachlässigt und sich aktiv bemüht habe, sich von diesem zu distanzieren, heißt es in der Klageschrift.

Gold-Futures Rally heute – Was steckt dahinter?
Goldpreis zieht an – Investoren fliehen in sichere Häfen. Erfahren Sie, welche Marktbewegungen hinter dem Rally stecken und wie Sie davon profitieren können.

Die Kläger wollen ihr investiertes Kapital zurückerhalten

Die Kläger werfen den Beklagten vor, operative, finanzielle und Management-Probleme des Unternehmens bewusst verschleiert zu haben, und betonen, sie seien lediglich Minderheitsinvestoren mit eingeschränkten Informationsrechten gewesen. Mit der Klage wollen die Investoren nun ihre ursprünglichen Investitionen zurückfordern.

Da es sich bislang um Anschuldigungen im Rahmen einer Zivilklage handelt, zu denen sich weder Gomez noch die übrigen Beklagten bisher öffentlich geäußert haben, bleibt der weitere Verlauf des Verfahrens abzuwarten.