10. Juli, 2026

Technologie

Meta evaluiert Minderheitsbeteiligung an EssilorLuxottica: Verflechtung der Tech- und Brillenwelten

Meta evaluiert Minderheitsbeteiligung an EssilorLuxottica: Verflechtung der Tech- und Brillenwelten

Meta, das für die überwältigende Präsenz von Facebook, Instagram und WhatsApp bekannt ist, verhandelt derzeit über eine Minderheitsbeteiligung an EssilorLuxottica, dem europäischen Brillenriesen. Nach Informationen von Insidern könnte Meta bis zu 5 Prozent an dem französischen Unternehmen erwerben, dessen aktueller Marktwert bei beeindruckenden 88 Milliarden Euro liegt. EssilorLuxottica, bekannt für Marken wie Ray-Ban und Oakley, hat seinen Sitz in Charenton-le-Pont und ist an der Pariser Börse gelistet.

Die Gespräche befinden sich noch in einer sensiblen Phase und könnten möglicherweise scheitern, warnten informierte Kreise. Vertreter beider Unternehmen lehnten bisher jeglichen Kommentar ab. Die Financial Times berichtete zuerst über die Verhandlungen. Eine Investition seitens Meta wäre ein klares Signal für das anhaltende Engagement des Unternehmens im Bereich des Metaverse, einer immersiven digitalen Welt. Mark Zuckerberg, CEO von Meta, treibt diesen Wandel mit erheblichen Investitionen in Hardware wie VR-Headsets und intelligente tragbare Geräte unermüdlich voran.

Bereits 2021 schloss Meta eine Partnerschaft mit EssilorLuxottica zur Produktion der Ray-Ban Stories, einer Reihe smarter Sonnenbrillen. Diese Brillen verfügen über integrierte Kameras und können Fotos und Videos direkt in Metas Apps hochladen. Im letzten Jahr wurde die Brillenreihe unter dem neuen Namen Ray-Ban Meta Smart Glasses aktualisiert, wobei einige Modelle rasch ausverkauft waren.

Zuckerberg und Andrew Bosworth, Metas Chief Technology Officer und Leiter von Reality Labs, betonen die immense Bedeutung der smarten Brillen für die Unternehmensstrategie im Metaverse. Interessanterweise spielt Metas Hardware-Division auch eine zentrale Rolle in der Weiterentwicklung der Künstlichen Intelligenz, insbesondere da Konkurrenzunternehmen wie Google und Microsoft in diesem Bereich ebenfalls stark investieren. Im April erweiterte Meta seine Ray-Bans um eine KI-Smart-Assistenz, die Fragen beantworten und Objekte identifizieren kann.

Allerdings bleibt Reality Labs trotz innovativer Entwicklungen finanziell herausgefordert, was sich in einem Verlust von 3,8 Milliarden Dollar im ersten Quartal dieses Jahres widerspiegelt. Trotz dieser Verluste zeigt Zuckerberg keine Anzeichen, seine Investitionen in diese Technologie zu reduzieren.