In den letzten sieben Tagen stiegen die Benzinpreise in Kanada im Durchschnitt um 1,8 Cent auf 1,547 Dollar pro Liter. Besonders betroffen waren die Märkte in Brandon, Manitoba, und Chicoutimi, Québec. Im Gegensatz dazu verzeichneten Calgary und Edmonton den größten wöchentlichen Preisnachlass. Roger McKnight, Chefanalyst für Erdöl bei En-Pro, warnt davor, dass die Benzinpreise in Kanada weiter steigen könnten, falls der designierte US-Präsident Donald Trump seine Pläne für einen 25-prozentigen Zoll auf alle Importe aus Kanada und Mexiko umsetzt. Er hebt die Kosten und die Komplexität hervor, die mit der Umstellung der US-Raffinerien von kanadischem Rohöl auf inländisches Rohöl verbunden wären. Infolge eines solchen Zolls könnten die Benzinpreise je nach Markt um 35 bis 75 Cent pro US-Gallone steigen, was sich auch auf Diesel auswirken würde – den Treibstoff, der die Wirtschaft antreibt. McKnight betont, dass kanadische Benzin- und Dieselpreise den täglichen Großhandelsbewegungen in den USA folgen und sich in einem solchen Szenario um 9 bis 20 Cent pro Liter erhöhen würden. Parallel dazu zeigt eine neue Umfrage von EY Canada einen Anstieg der Nachfrage nach Fahrzeugen mit fossilen Brennstoffen. Der Wunsch, ein neues Fahrzeug zu kaufen, stieg im Vergleich zum Vorjahr um sechs Prozent. Die Absichten, innerhalb der nächsten zwei Jahre ein vollständig elektrisches oder Hybridfahrzeug zu erwerben, gingen jedoch von 52 auf 50 Prozent zurück, was einen Trend der letzten Jahre umkehrt. In China zeigt sich ein anderes Bild: Laut Bloomberg News könnte 2024 ein Wendepunkt für den raffinierten Ölmarkt des Landes sein, bei dem der Benzinverbrauch seinen Höhepunkt erreicht, bevor er rapide abnimmt. Laut EY möchten 79 Prozent der chinesischen Autokäufer ein Elektrofahrzeug erwerben, ein Anstieg von vier Prozent gegenüber dem Vorjahr.
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Kanadas Benzinpreise steigen trotz sinkender Nachfrage nach E-Fahrzeugen