16. Juni, 2024

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Hochwassergefahr an der Donau: Alarmstufe in Bayern

Hochwassergefahr an der Donau: Alarmstufe in Bayern

Der Wasserpegel der Donau erreicht bedenkliche Höhen: Der Hochwassernachrichtendienst Bayern prognostiziert, dass die Donau ab Regensburg flussabwärts ähnliche Wassermassen führen wird wie beim historischen Hochwasser von 2002. Besonders brisant könnte die Lage werden, wenn etwa die Isar bei Deggendorf in die Donau fließt, so eine Sprecherin des Hochwassernachrichtendienstes.

Die Donau, der zweitlängste Fluss Europas, erstreckt sich über etwa 2850 Kilometer. In Passau wurde am 13. August 2002 am Messpunkt Ilzstadt ein rekordträchtiger Wasserstand von 10,80 Metern gemessen. Am Montagvormittag erreichte der Pegel hier bereits 7,77 Meter - mit weiter steigender Tendenz. Noch am vergangenen Dienstag waren maximal 5,80 Meter verzeichnet worden.

Der Scheitelpunkt der Flutwelle wird laut Hochwassernachrichtendienst zwischen Regensburg und Passau erst am Dienstag oder Mittwoch erwartet. In Neu-Ulm könnte am Dienstag ein erneutes Ansteigen in die höchste Meldestufe 4 erfolgen, für Günzburg wird Meldestufe 3 prognostiziert.

In Regensburg gilt seit Montag der Katastrophenfall. Die Wasserhöhe am Messpunkt Eiserne Brücke betrug am Vormittag bereits 5,98 Meter. Zum Vergleich: Am vergangenen Dienstag wurden noch durchschnittlich 2,70 Meter gemessen. Beim großen Hochwasser am 4. Juni 2013 lagen die Wasserstände bei 6,82 Metern, am 14. August 2002 waren es 6,60 Meter.