Der Goldpreis geriet unter Druck, nachdem der US-Dollar aufwertete. Anlass dazu gab eine deutliche Warnung des zukünftigen US-Präsidenten Donald Trump an die BRICS-Staaten, mit der er klarstellte, dass deren Pläne zur Einführung einer neuen Währung nicht ohne Verpflichtungszusagen bleiben würden.
Anfang der Woche lag der Goldpreis in den frühen Handelsstunden in Asien bei etwa 2.635 US-Dollar pro Unze, nachdem er bereits in der Vorwoche um knapp 3% nachgegeben hatte. Ein stärkerer US-Dollar verteuert Gold für Käufer in anderen Währungsräumen.
In der vergangenen Woche fielen die Verluste des Edelmetalls geringer aus, da der Bedarf an sicheren Anlagen im Zuge eines durch die USA vermittelten Waffenstillstands zwischen Israel und der Hisbollah rückläufig war. Dennoch bleiben die Sorgen um eine Eskalation des Ukraine-Konflikts bestehen, was die Nachfrage nach sicheren Häfen wie Gold stützt.
Der Fokus der Märkte richtet sich nun auf die anstehenden US-Arbeitsmarktdaten, die Einfluss auf die Zinsentscheidung der Federal Reserve am 18. Dezember haben könnten. Geringere Kreditkosten sind in der Regel günstig für Gold, da das Metall keine Zinsen abwirft.
Bislang konnte Gold in diesem Jahr um rund 30% zulegen, unterstützt durch die lockere Geldpolitik der US-Notenbank, Käufe von Zentralbanken und gestiegene geopolitische und wirtschaftliche Risiken. Analysten sehen weiteres Potenzial für Rekordhöhen im Jahr 2025, worauf sowohl Goldman Sachs als auch UBS im letzten Monat mit optimistischen Prognosen hinwiesen.
Spot-Gold fiel um 0,4% auf 2.632,11 US-Dollar pro Unze um 9:13 Uhr in Singapur. Der Bloomberg Dollar Spot Index stieg um 0,3%. Auch Silber, Platin und Palladium verzeichneten Rückgänge.