An den US-Börsen halten sich die Anleger zu Beginn der Woche zurück, während eine Welle von Quartalsberichten bevorsteht. Am Montag verharrten die wichtigsten Indizes nahezu unbewegt, da die Erwartungen an die kommenden Geschäftszahlen und Prognosen der Unternehmen hoch sind. Der Dow Jones Industrial verlor im frühen Handel 0,19 Prozent und notierte bei 43.194,44 Punkten. Der S&P 500 blieb mit 5.864,43 Punkten nahezu stabil. Beide Indizes hatten in der Vorwoche Rekordmarken erreicht. Der Nasdaq 100 hingegen legte um 0,18 Prozent auf 20.360,21 Punkte zu. Vor den Präsidentschaftswahlen in den USA am 5. November könnte das Börsenklima laut Prognosen der UBS ungemütlich werden. Die Experten betonen, dass das enge Rennen kaum Vorhersagen zulässt und Unsicherheit zu Kursschwankungen führen könnte. Dennoch stehen diesen möglichen Turbulenzen eine robuste Konjunktur und gesunde Unternehmensbilanzen gegenüber. Unter den Einzelwerten ragten die Aktien von Boeing hervor, die an der Spitze des Dow um 3,6 Prozent zulegten. Der Flugzeughersteller erwägt laut einem Bericht des "Wall Street Journal" den Verkauf von Unternehmensteilen. Zudem zeichnet sich eine mögliche Lösung im Streik von zehntausenden Arbeitern ab. Dagegen büßten die Aktien von UPS nach einem skeptischen Analystenkommentar 1,8 Prozent ein. Analyst Brandon Oglenski von Barclays erwähnte, dass das kurzfristige Ertragsrisiko in der Frachtsparte durch langfristigen Druck verstärkt werde. Faktoren wie potenzielle Paketverluste durch Amazon und der Konkurrenzdruck von Fedex spielen hierbei eine Rolle. Die Papiere von Hertz verzeichneten einen Rückgang um 5,7 Prozent, nachdem sich JPMorgan angesichts schwächerer Reisetrends negativ äußerte.
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Gespannte Ruhe vor der Zahlenflut: US-Börsen in Wartestellung