19. April, 2024

Wirtschaft

Deutz veräußert Elektrosparte an Yamaha

Deutz veräußert Elektrosparte an Yamaha

In einem aufwendigen Deal hat sich der deutsche Motorkonzern Deutz von seiner ambitionierten Elektrosparte, spezialisiert auf die maritime Fortbewegung, getrennt. Torqeedo, ein Pionier im Bereich elektrischer Bootsantriebe, wechselte gegen einen beachtlichen Kaufpreis in die Hände des japanischen Giganten Yamaha. Wie Deutz aus seinem Hauptsitz in Köln bekannt gab, ist dieser Transfer mittlerweile abgeschlossen und beschert dem deutschen Unternehmen einen ansehnlichen Verkaufserlös im hohen zweistelligen Millionenbereich. Man erwartet im Zuge dieses Geschäfts im Jahresabschluss 2024 einen Buchgewinn im kleineren zweistelligen Millionenbereich.

Mit dem Abstoßen der Tochterfirma Torqeedo lässt Deutz Kapital frei, um sich gezielt auf die Weiterentwicklung seiner nachhaltig orientierten Geschäftsfelder zu konzentrieren. Der Bootsantriebssektor, bis dato schwerpunktmäßig von Verbrennungsmotoren abhängig, erlebt derweil einen signifikanten Aufschwung des Elektrosegments, insbesondere im Bereich kleinerer Boote. Torqeedo zählte hier als Vorreiter und bekleidete seit seiner Gründung und Übernahmme durch Deutz im Jahr 2017 eine Spitzenposition. Zum Zeitpunkt des Verkaufs waren 230 Mitarbeiter unter dem Dach des nun ehemaligen Deutz-Ablegers beschäftigt, bringend eine fruchtbare Ära unter dem Dach der Deutschen zu einem Abschluss.