24. Juli, 2024

Wirtschaft

China lädt zur Anhörung europäischer Branntweinhersteller im Anti-Dumping-Fall

China lädt zur Anhörung europäischer Branntweinhersteller im Anti-Dumping-Fall

Das chinesische Handelsministerium hat angekündigt, betroffene Unternehmen im Rahmen der laufenden Anti-Dumping-Untersuchungen gegen Branntweinimporte aus der Europäischen Union zu einem Anhörungstermin einzuladen. Die Sitzung soll am 18. Juli stattfinden und thematisiert die Auswirkungen und Ursachen des vermeintlich künstlich niedrig angebotenen Branntweins aus EU-Ländern, insbesondere aus Frankreich. Diese Anhörung erfolgt zeitgleich mit dem vorläufigen Inkrafttreten der EU-Zölle gegen in China produzierte Elektrofahrzeuge.

In dieser Untersuchung, die seit dem 5. Januar dieses Jahres läuft, erhebt Peking Vorwürfe gegen Importeure, welche mutmaßlich Branntwein zu bedeutend niedrigeren Preisen als den marktüblichen anbieten. Solche Anti-Dumping-Maßnahmen werden oft als Antwort auf ähnliche Ermittlungsschritte gesehen, wie sie Brüssel jüngst gegen in China hergestellte Elektroautos eingeleitet hat. So versucht Peking nun, seine Position gegen die EU zu verteidigen und den Markt zu schützen.

Besonders französische Hersteller sind von der Maßnahme betroffen. Mehrere Produzenten und Industrieverbände haben daher um die Möglichkeit zur Anhörung gebeten, um ihre Sichtweise darzulegen. Das chinesische Handelsministerium hat betont, dass die Anhörung der Wahrung von Fairness, Unparteilichkeit und Transparenz im Verfahren dienen soll. Darüber hinaus ließ das Ministerium verlauten, weiterhin zu Verhandlungen bereit zu sein, um in der noch offenen viermonatigen Frist nach Einführung der E-Auto-Zölle eine Lösung zu finden.