10. Mai, 2026

Märkte

Berkshire Hathaway reduziert Apple-Engagement: Auf der Suche nach neuen Perspektiven?

Berkshire Hathaway reduziert Apple-Engagement: Auf der Suche nach neuen Perspektiven?

Berkshire Hathaway, unter der Leitung von Investorenlegende Warren Buffett, hat begonnen, seinen Anteil an Apple sukzessive zu verringern. Seit dem vierten Quartal 2023 trennt sich das Unternehmen regelmäßig von Apple-Aktien, und die Zahl der gehaltenen Anteile ist von den einst beträchtlichen 915 Millionen auf nun 300 Millionen gesunken – ein deutlicher Rückgang verglichen mit den 400 Millionen Aktien im zweiten Quartal.

Apple, das unangefochtene Tech-Schwergewicht der Vereinigten Staaten, erfreut sich globaler Bekanntheit und Beliebtheit. Die breite Produktpalette, von iPhones bis zu Laptops, unterstreicht seine Dominanz. Interessanterweise war Buffett nie der typische Tech-Investor; vielmehr sah er zu Beginn eine erstklassige Wertanlage, als die Aktie 2016 bei einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von lediglich 10,6 lag.

Die bemerkenswerte Kursentwicklung der Apple-Aktie seither ist unbestreitbar, auch wenn das Geschäftswachstum nicht in gleichem Maße zugenommen hat. Die Aufwärtsbewegung der Aktie um fast 800 % seit Buffetts Einstieg, bei einem Wachstum von Umsatz und Gewinn je Aktie um 66 % bzw. 157 %, wirft Fragen auf: Ist die aktuelle Unternehmensbewertung, die 39-fache Gewinne widerspiegelt, noch gerechtfertigt? Diese „Multiple Expansion“ könnte den Anreiz zum Verkauf geboten haben.

Buffett selbst hat den Verkauf von Apple-Anteilen als Gewinnmitnahme in Zeiten niedriger Steuersätze beschrieben. Doch während die Wiederwahl von Donald Trump eine Anhebung dieser Sätze unwahrscheinlich macht, bleibt es spannend, ob Berkshire Hathaway im vierten Quartal 2024 weiterhin Apple-Aktien veräußert – und ob dies aus rein steuerlichen Gründen geschieht oder strategische Überlegungen eine Rolle spielen.