17. Juli, 2024

Wirtschaft

Bahn: Keine Streichungen im Fernverkehrsangebot für 2025 geplant

Bahn: Keine Streichungen im Fernverkehrsangebot für 2025 geplant

Bahn-Chef Richard Lutz versichert nach den jüngsten Diskussionen um das künftige Fernverkehrsangebot, dass für das kommende Jahr keine Kürzungen geplant sind. In einem Brief an die Landesgruppe Ost der SPD-Bundestagsfraktion macht Lutz deutlich, dass die Planungen für den Fahrplan 2025, die bereits im April abgeschlossen wurden, keine Reduzierungen vorsehen. Ein Sprecher der Deutschen Bahn bekräftigte auf Anfrage: "Wir wollen den vollen Fahrplan 2025 fahren."

Lutz äußert in dem Schreiben Verständnis für die Verunsicherung der Abgeordneten, die durch Berichte in den Medien entstanden war. Entgegen den Behauptungen im "Spiegel" gebe es derzeit keine Pläne zur Streichung von Fernverkehrsverbindungen, betont Lutz.

Der "Spiegel" hatte zuvor berichtet, dass bestimmte Fernverkehrsverbindungen ausgedünnt oder gestrichen werden könnten. Diese Informationen stammten aus einem Schreiben der Bahn an die Bundesnetzagentur von Anfang Februar.

Die Debatte um mögliche Kürzungen steht im Zusammenhang mit den Trassenpreisen, die von der DB-Infrastrukturgesellschaft DB Infrago erhoben werden. Diese Preise müssen von allen Unternehmen gezahlt werden, die die Infrastruktur der Bahn nutzen, einschließlich der Verkehrsunternehmen der Bahn selbst. Die Bundesnetzagentur hatte kürzlich einer deutlichen Erhöhung der Trassenpreise für 2025 zugestimmt. Diese Steigerung um 17,7 Prozent ist laut Infrago auf höhere Personal- und Materialkosten der vergangenen Jahre zurückzuführen. Zwar gibt es Klagen gegen diese Erhöhung, aber der Bund hat bereits Hilfe durch eine Trassenpreisförderung in Aussicht gestellt.

Lutz erklärt in seinem Schreiben, dass die Bahn auf eine Anfrage der Bundesnetzagentur hin die wirtschaftlichen Effekte der geplanten Trassenpreissteigerung erläutert habe. Weder in dem Schreiben an die Bundesnetzagentur noch in den Planungen der Bahn sei von möglichen, einseitig auf Ostdeutschland bezogenen Maßnahmen die Rede, so Lutz.