17. Juli, 2024

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Amazon erreicht klimafreundliches Energieziel mit Kritikern im Schlepptau

Amazon erreicht klimafreundliches Energieziel mit Kritikern im Schlepptau

Amazon verkündete stolz, dass beinahe der gesamte Stromverbrauch seiner Geschäftstätigkeiten im letzten Jahr aus Quellen stammte, die keine Treibhausgasemissionen verursachen. Bedenkliches Raunen in der Expertenlandschaft bleibt dennoch nicht aus, da die angewendete Berechnungsmethode als zu wohlwollend betrachtet wird.

Das Unternehmen betonte, dass es sein Ziel, 100 Prozent sauberer Energie zu nutzen, sieben Jahre früher als geplant erreicht hat. Um dieses ambitionierte Ziel zu verwirklichen, investierte Amazon Milliarden von Dollar in über 500 Solar- und Windprojekte. Die durch diese Projekte erzeugte Energie entspricht dem Stromverbrauch von Amazons Rechenzentren, Firmengebäuden, Lebensmittelgeschäften und Logistikzentren in 27 Ländern weltweit.

Einige Kritiker weisen jedoch darauf hin, dass die Solar- und Windkraftanlagen nicht direkt die Betriebseinheiten von Amazon mit Strom versorgen. Vielmehr wird der Großteil dieser Energie in Stromnetze eingespeist, die zahlreiche Unternehmen und Haushalte bedienen. Diese Praxis könnte die tatsächlichen Auswirkungen des Unternehmens auf das Klima verzerren.

Dennoch bleibt die Leistung beeindruckend: Die von Amazon finanzierten Projekte erzeugen genügend Energie, um 7,6 Millionen Haushalte in den USA zu versorgen. Das Unternehmen strebt weiterhin an, bis zum Jahr 2040 net-zero Kohlenstoffemissionen aus allen Geschäftsbereichen, inklusive Lieferwagen, Flugzeugen und anderen Transportmitteln, zu erreichen.

„Wir sind wirklich begeistert von dem Ziel, das wir vor fünf Jahren gesetzt haben und nun sieben Jahre früher erreichen konnten,“ sagte Kara Hurst, Vizepräsidentin für weltweite Nachhaltigkeit bei Amazon. „Das ist für uns eine außerordentliche Leistung.“

Technologiegiganten wie Amazon betonten seit Jahren ihre Absicht, die klimaschädlichen Auswirkungen ihrer Geschäftstätigkeiten zu eliminieren. Kürzlich wurden diese Versprechen jedoch zunehmend hinterfragt, da die Branche vermehrt in künstliche Intelligenz investiert, welche durch die Nutzung von Rechenzentren große Mengen an Strom verbraucht.