In China laufen auf höchster Ebene Gespräche über eine potenzielle Abwertung des Yuan, was bedeutende Währungsbewegungen für Investoren und Unternehmen andeutet. Dies geschieht vor dem Hintergrund, dass US-Zölle den globalen Handel und Finanzströme verändern, so Analysten. Einem Bericht von Reuters zufolge erwägt China, den Yuan abzuwerten, um auf zu erwartende deutliche Anhebungen der Zölle zu reagieren. Direkt nach Veröffentlichung des Berichts verlor der Yuan gegenüber dem Dollar an Wert, ebenso wie andere asiatische Währungen, die empfindlich auf die chinesische Nachfrage reagieren. Während eine Abwertung des Yuan nicht überraschend kommt, könnte die Positionierung als politischer Richtungswechsel auf den Beginn einer neuen Runde von globalen Zoll- und Handelsspannungen hindeuten. „Währungsanpassungen stehen als Mittel zur Abmilderung der Zollauswirkungen im Raum“, äußerte Fred Neumann von HSBC. Eine schwächere Währung stärkt die Position der Exporteure, indem ihre Preise international wettbewerbsfähiger werden. Nach Ankündigung von Reuters fiel der Yuan um etwa 0,3%, und auch der australische Dollar, empfindlich gegenüber Bewegungen im Yuan, erreichte ein Jahrestief. Die USA planen unter Präsident Trump erhebliche Importzölle, was die Finanzmärkte anhaltend unter Spannung setzt. Drei mit der Angelegenheit vertraute Personen gaben an, dass eine Abwertung des Yuan auf etwa 7,5 zum Dollar diskutiert werde. Eine solche Abwertung läge am unteren Ende der Erwartungen der Investmentbanken und unterstreicht Chinas Entschlossenheit, besser für Handelsschocks gewappnet zu sein. Jane Foley von Rabobank merkt an, dass ein weicherer Yuan im Kontext einer exportorientierten Wirtschaftspolitik logisch erscheinen könnte. Eine zusätzliche Herausforderung für China ist die Position des Yuan gegenüber nicht-dollarbasierten Währungen, besonders in Asien, wo Länder wie Vietnam als Produktionshubs wichtiger werden, um US-Sanktionen zu umgehen.
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Yuan-Abwertung: China erwägt Währungsanpassung als Antwort auf drohende Zölle