Die Wiener Börse beendete den gestrigen Handelstag mit einem Minus von 0,49 Prozent und der ATX stand bei 3290,19 Punkten. Auch an den europäischen Leitbörsen endete der Handel größtenteils im Negativbereich. Die Analysten der Helaba kommentierten die Marktlage bereits am Morgen und verwiesen auf eine überkaufte Situation, die eine vorübergehende Korrektur wahrscheinlich machen würde. Zuvor hatte der Dax in Frankfurt ein neues Rekordhoch erreicht. Am gestrigen Abend konnte die freundliche Stimmung an der Wall Street auch in Europa die Aktienkurse etwas stabilisieren und die Verluste eindämmen. In Sachen Unternehmensnachrichten veröffentlichte der österreichische Leuchtenhersteller Zumtobel seine Ergebnisse für das abgelaufene Geschäftshalbjahr. In den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2023/24 sank der Umsatz um 8,5 Prozent auf 574,4 Millionen Euro und der Gewinn ging um ein Drittel von 33,7 Millionen auf 21,2 Millionen Euro zurück. Die Aktie reagierte mit einem Minus von 3,1 Prozent. Die Analysten der Erste Group bewerteten die Zahlen als gemischt, betonten jedoch einen positiven Ausblick. Auch Pierer Mobility setzte seinen Abwärtstrend fort und verzeichnete einen Rückgang von 3,7 Prozent. Bereits am Vortag waren die Aktien des früheren KTM Industries um fast elf Prozent gefallen, nachdem der Ausblick für das laufende Jahr gekürzt und Änderungen in der Produktion bekannt gegeben wurden. Nun haben die Analysten von Stifel ihr Anlagevotum von "Buy" auf "Hold" gesenkt. Die Aktien von CA Immo hingegen verzeichneten ein Plus von 0,3 Prozent auf 30,95 Euro. Raiffeisen Research hat ihr Kursziel für das Immobilienunternehmen von 37 auf 34 Euro gesenkt, bestätigte jedoch die Anlageempfehlung "Buy" nach den starken Ergebnissen des dritten Quartals. Auch die Bankenwerte zeigten sich schwächer. Die Aktien der Erste Group verbilligten sich um 1,1 Prozent, während die Bawag einen Rückgang von 2,2 Prozent verzeichnete und die Raiffeisen Bank International 0,6 Prozent verlor. Insiderberichten zufolge ist die Bawag der führende Bieter für das deutsche Kreditkartengeschäft der britischen Bank Barclays. Die Gebote sollen bei rund 500 Millionen Euro liegen und die Verhandlungen befänden sich in einem fortgeschrittenen Stadium. Auch andere Schwergewichte waren betroffen. Voestalpine verzeichnete einen Rückgang von 1,9 Prozent, während AT&S im Technologiesektor um 3,5 Prozent fiel. Flughafen Wien hingegen konnte ein Plus von 5,6 Prozent verzeichnen. Die Analysten der Wiener Privatbank bestätigten sowohl ihren fairen Wert von 37,3 Euro als auch ihre Kaufempfehlung für die Aktie von Wienerberger. Die Aktie des Ziegelherstellers schloss mit einem Plus von 1,6 Prozent bei 27,08 Euro.
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Wiener Börse schließt schwächer - ATX gibt um 0,49 Prozent nach