22. August, 2026

Märkte

Wiener Aktienmarkt endet nahezu unverändert – Politische Unsicherheit in Frankreich im Fokus

Wiener Aktienmarkt endet nahezu unverändert – Politische Unsicherheit in Frankreich im Fokus

Der Wiener Aktienmarkt beendete den Handel am Montag weitgehend unbewegt. Der Leitindex ATX verlor marginale 0,02 Prozent und schloss bei 3.707,98 Punkten.

Zentrales Thema der Marktakteure waren die jüngsten Wahlen in Frankreich. Der rechtspopulistische Rassemblement National (RN) verzeichnete dabei keinen Sieg, während das Linksbündnis als stärkste Kraft hervorging. Experten beobachten nun aufmerksam die politische Zukunft Frankreichs. Analysten der Helaba hoben insbesondere die Ausgabenpolitik des neuen Bündnisses hervor.

Am österreichischen Aktienmarkt zeigten sich Bankaktien im Aufwind. So kletterten die Anteile von Raiffeisen um 1,0 Prozent und die Papiere von Bawag um 0,9 Prozent. Die Erste Group verzeichnete einen Anstieg von 0,4 Prozent.

Auch Technologiewerte waren europaweit gefragt, wovon AT&S mit einem Plus von 1,9 Prozent profitierte.

Im Gegenteil dazu standen Aktien von Öl- und Gasunternehmen unter Verkaufsdruck. OMV verlor 1,5 Prozent, während Schoeller-Bleckmann um 1,3 Prozent nachgab. Die Wertpapiere des Energieversorgers Verbund verbilligten sich um 0,9 Prozent.

In dieser Woche richten sich die Augen auf die bevorstehenden Veröffentlichungen der Verbraucherpreise in den Vereinigten Staaten. Diese Zahlen werden jedoch erst in der zweiten Wochenhälfte, am Donnerstag, erwartet. Analysten der Helaba prognostizieren eine leicht steigende Kern-Inflation, wodurch Hoffnungen auf Zinssenkungen wohl gedämpft werden.