Der Börsengang von Vishal Mega Mart hat Investoren angezogen und Gebote im Wert von 19 Milliarden Dollar generiert. Dieses erstaunliche Interesse, insbesondere von institutionellen Anlegern, spiegelt das Vertrauen in das Wachstumspotential des günstigeren Einzelhändlers wider und signalisiert seine Widerstandsfähigkeit angesichts des aufstrebenden Quick-Commerce-Booms.
Am Ende des dreitägigen Zeichnungsprozesses gingen Gebote für 20,6 Milliarden Aktien ein, weit über den angebotenen 756,8 Millionen Aktien des Altaktionärs Samayat Services. Dabei zeichneten institutionelle Anleger, darunter ausländische Institutionen und Investmentfonds, rund 81-mal mehr Aktien, als für sie reserviert waren. Im Vergleich dazu wurde der für Privatanleger vorgesehene Anteil nur 2,3-fach überzeichnet.
In dem 943-Millionen-Dollar IPO wurden keine neuen Aktien von Vishal Mega Mart verkauft. Allerdings verteilte das Unternehmen bereits am Dienstag Aktien im Wert von etwa 283 Millionen Dollar an Ankerinvestoren, darunter die Regierung Singapurs sowie die Fonds von JP Morgan und HSBC.
Vishal Mega Mart, bekannt für Kleidung ab 99 Rupien und Lebensmitteln, konkurriert mit Größen wie Reliance Retail, DMart und dem Star Bazaar der Tata-Gruppe in Indiens 600 Milliarden Dollar schwerer Lebensmittel- und Supermarktbranche. Während Konkurrenten mit hoher Inflation und der Konkurrenz schneller Lieferdienste zu kämpfen haben, gilt Vishal dank seiner starken Präsenz in kleineren Städten, die weniger von diesen Trends betroffen sind, als vergleichsweise geschützt.
Der Börsengang des Supermarktbetreibers erfolgt parallel zu den IPOs des Fintech-Unternehmens MobiKwik und des von TPG unterstützten Gesundheitsunternehmens Sai Life Sciences. In einem Jahr, in dem über 300 indische Firmen bisher 17,5 Milliarden Dollar aufgenommen haben, mehr als doppelt so viel wie im Vorjahr, ist Vishals Schritt ein weiteres Zeichen für den Boom auf Indiens Börsenparkett.
Mit dem Handelsstart der Vishal Mega Mart-Aktien wird am 18. Dezember gerechnet.