22. August, 2026

Märkte

Verluste an Fernost-Börsen: Auswirkungen von Micron Technologies Prognose

Verluste an Fernost-Börsen: Auswirkungen von Micron Technologies Prognose

Die bedeutenden Aktienmärkte in Asien haben am Donnerstag nachgegeben, was unter anderem auf einen enttäuschenden Umsatzausblick des US-Halbleiterherstellers Micron Technologies zurückzuführen ist. In Japan verzeichneten die Aktien nach den Zuwächsen der vergangenen Tage Verluste. Ein Stabilisierungseffekt der Landeswährung gegenüber dem Dollar belastete das exportabhängige Land, das tendenziell von einer schwachen Währung profitiert. Die Yen-Abwertung hatte am Vortag ihren tiefsten Stand zum Dollar seit 1986 erreicht, was unter dem Niveau zu Jahresbeginn lag, als Stützungsmaßnahmen einsetzten. Der Leitindex Nikkei 225 fiel um 0,82 Prozent auf 39.341,54 Punkte. Die über den Erwartungen liegenden Einzelhandelsumsätze im Mai gerieten dabei etwas in den Hintergrund. Auch die chinesischen Aktien tendierten negativ. Insbesondere das im Mai deutlich verlangsamte Wachstum der Gewinne im Industriesektor drückte die Kurse. Der CSI 300, der die 300 wichtigsten Aktien der Festlandbörsen umfasst, verlor 0,56 Prozent und stand zuletzt bei 3.460,84 Punkten. Der Hang-Seng-Index in Hongkong büßte sogar 1,93 Prozent auf 17.740,08 Punkte ein, stark beeinflusst von Microns rückläufigen Prognosen. Australische Aktien schlossen ebenfalls im Minus. Der S&P/ASX 200 gab um 0,3 Prozent nach und endete bei 7.759,60 Punkten. Eine Ausnahme bildete der indische Markt, der leicht zulegte und seine Aufholjagd gegenüber den chinesischen Börsen fortsetzte. Laut Ulrich Stephan von der Deutschen Bank könnte Indien innerhalb der nächsten Jahre China als größten Schwellenländermarkt im MSCI Emerging Markets Index ablösen, sollte sich der aktuelle Trend fortsetzen.