14. April, 2024

Politik

Verhandlungsdurchbruch in Doha: Israel und Hamas nähern sich einer Waffenruhe

Verhandlungsdurchbruch in Doha: Israel und Hamas nähern sich einer Waffenruhe

Ermutigende Signale im Nahen Osten: Israels jüngstes Entgegenkommen in den Verhandlungen über eine Waffenruhe und den Austausch von Geiseln mit der Hamas weckt Hoffnung auf eine Entspannung des Konflikts. Nach Berichten israelischer Medien, insbesondere Channel 12 und walla.co.il, scheint Israel bereit, der Forderung nach Freilassung einer höheren Anzahl palästinensischer Häftlinge im Tausch gegen in der Gewalt der Hamas befindliche israelische Geiseln nachzugeben. Parallel dazu wird Verteidigungsminister Joav Galant Washington besuchen, um eine Bodenoffensive in Rafah zu thematisieren, welche die USA abzulehnen scheinen.

Die israelische Delegation, angeführt von David Barnea, hat in Doha, unterstützt von US-, ägyptischen und katarischen Vermittlern, einen amerikanischen Kompromissvorschlag akzeptiert. Das Warten ist nun auf die Zustimmung der Hamas, ein Prozess, der Tage in Anspruch nehmen kann. Die Verweildauer des israelischen Teams in Doha deutet auf einen möglicherweise anhaltenden Dialog hin.

Die gefährliche Eskalation des Gaza-Krieges, ausgelöst durch ein Hamas-Massaker im Oktober, dem 1200 Menschen zum Opfer fielen, macht den Ausgleich der standhaften Verbündeten Israel und USA zur Herausforderung. Die USA und Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sind uneins bezüglich einer Bodenoffensive in Rafah, obwohl Netanjahu die Offensive bereits Anfang Februar angekündigt hatte. Details über die Sicherheitsvorkehrungen für Rafahs Zivilisten bleiben unklar.

Gleichzeitige Militäroperationen Israels gegen Hisbollah-Ziele im Libanon zeigen die andauernde Anspannung in der Region. Auf Angriffe der Hisbollah folgte eine prompte Reaktion der israelischen Luftwaffe. Reporter vor Ort berichten von gegenseitigen Attacken und dem internationalen Streben nach einer Rückführung der Hisbollah hinter den Litani-Fluss.

Die verzweifelte humanitäre Situation im Gazastreifen rückt durch den Besuch von UN-Generalsekretär António Guterres am ägyptischen Grenzübergang Rafah ins Rampenlicht. Mit scharfer Rhetorik verurteilt Guterres die Behinderung humanitärer Hilfe als "moralische Schmach".

Der innenpolitische Druck in Israel wächst. Massive Demonstrationen in Tel Aviv und Jerusalem legen ein kritisches Stimmungsbild offen: Die israelische Bevölkerung fordert entschlossenes Handeln ihrer Regierung, sowohl in Bezug auf die Geisel-Situation als auch für eine politische Neuausrichtung des Landes.