Laut einer umfassenden Analyse des renommierten Vergleichsportals Verivox genießen Beamte bei der Aufnahme von Ratenkrediten signifikante finanzielle Vorteile im Vergleich zu Angestellten. Aus der begutachteten Datenlage geht hervor, dass sich die Zinskosten für Staatsbedienstete im vergangenen Jahr um beachtliche 14 Prozent geringer gestalteten. Im Durchschnitt lagen die Zinssätze für Beamte bei 5,68 Prozent, während Angestellte mit einem höheren Zinssatz von 6,59 Prozent konfrontiert waren. Diese statistischen Erhebungen wurden zunächst durch die Funke Mediengruppe der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
Zusätzlich zu den günstigeren Zinssätzen profitieren Beamte von einer ausgesprochen hohen Kreditzusagequote. Wie die Analyse zeigt, erhalten Beamte in beeindruckenden 80 Prozent der Fälle ein Kreditangebot. Im Vergleich dazu liegt die Zusagequote für Angestellte lediglich bei 52 Prozent, was die Diskrepanz zwischen den beiden Gruppen deutlich veranschaulicht. Verivox erklärt diesen Unterschied mit der hohen Arbeitsplatzsicherheit und den überdurchschnittlich stabilen Einkommensverhältnissen, die Beamte charakterisieren.
Ein weiterer bemerkenswerter Aspekt ist die Höhe der aufgenommenen Kreditsummen. Beamte tendieren dazu, sich für höher dotierte Kreditbeträge zu entscheiden. Im Beobachtungszeitraum belief sich die durchschnittliche Kreditsumme für Beamte auf 22.322 Euro. Damit übersteigt sie die durchschnittliche Kreditsumme aller Kreditnehmer um 23 Prozent, die sich auf 17.121 Euro beläuft.
Diese detaillierte Analyse basiert auf sämtlichen Ratenkrediten, die im Zeitraum von August 2024 bis Ende Juli 2025 über das Vergleichsportal abgeschlossen wurden. Die Ergebnisse verdeutlichen die strukturellen Vorteile, die Beamte beim Zugang zu Finanzierungsmöglichkeiten genießen, und werfen ein erhellendes Licht auf die Unterschiede im Kreditvergabeverhalten gegenüber verschiedenen Berufsgruppen.