Venture Global LNG hat bekanntgegeben, dass die Produktion von Flüssigerdgas in ihrer Plaquemines-Anlage in Louisiana begonnen hat. Diese Entwicklung markiert das achte Gasexportterminal in den Vereinigten Staaten. Das Unternehmen aus Arlington, Virginia, teilte mit, dass die erste Produktion bereits am Freitag erreicht wurde. Das firmeneigene Schiff, die Venture Bayou, ist gemäß den von Bloomberg zusammengestellten Schiffsverfolgungsdaten am Freitag an der Anlage angedockt gewesen und soll bald mit der ersten Beladung starten. Der Produktionsbeginn in Plaquemines, das zweite Werk des Unternehmens, ereignet sich in einer Phase, in der Venture Global ein Börsengang vorbereitet. Das Unternehmen sieht sich allerdings auch mit Schiedsverfahren konfrontiert, die insgesamt fast 6 Milliarden US-Dollar von Kunden wie den Ölriesen BP und Shell umfassen. Diese Konflikte resultieren daraus, dass das Unternehmen nach Betriebsaufnahme seiner Calcasieu-Pass-Anlage Verträge mit Kunden nicht erfüllt und stattdessen Fracht auf dem Spotmarkt verkauft hat. Im Mai 2022 verkündete Venture Global die endgültige Investitionsentscheidung für die erste Phase von Plaquemines, was zu einer Finanzierungszusage über 13,2 Milliarden US-Dollar führte. Zu den langfristigen Kunden der Plaquemines LNG zählen neben Shell auch der polnische Energiekonzern Orlen, Chinas Sinopec und CNOOC sowie die europäische Versorgergruppe Electricite de France mit ihrer Tochtergesellschaft Edison. Interessanterweise wurde Plaquemines nicht von Präsident Joe Bidens Entscheidung, neue LNG-Exportprojekte zu stoppen, betroffen, da es bereits genehmigt und im Bau war. Venture Globals drittes Projekt, CP2, ist jedoch von diesem Genehmigungsstopp betroffen, doch der designierte Präsident Donald Trump hat versprochen, das Verbot zu Beginn seiner Amtszeit aufzuheben.
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Venture Global LNG startet Produktion in Plaquemines: Neuer Meilenstein für US-Gasexport