12. April, 2024

Politik

USA bekräftigt Engagement für Gaza-Hafen trotz tödlicher Angriffe

USA bekräftigt Engagement für Gaza-Hafen trotz tödlicher Angriffe

Die jüngsten tragischen Ereignisse im Gazastreifen, bei denen ein Luftschlag sieben Hilfskräfte das Leben kostete, werfen keinen Schatten auf das Engagement der Vereinigten Staaten, einen temporären Seehafen vor der Küste Gazas zu errichten. Trotz der Bedenken um die Sicherheit humanitärer Mitarbeiter betonte Matthew Miller, Sprecher des US-Außenministeriums, die Entschlossenheit seiner Nation, den geplanten Pier zügig voranzutreiben und dadurch erleichterte Hilfslieferungen an die gebeutelte Bevölkerung zu gewährleisten. Dabei differenziert Washington klar zwischen dem organisatorischen Aspekt der Hilfsgut-Anlieferung und den komplexeren Herausforderungen einer gerechten Verteilung im inneren des Gazastreifens, wo die tödliche Attacke stattfand.

Diesbezüglich erinnerte Miller an den fundamentalen Unterschied: Es sei das eine, die Hilfsgüter in das Gebiet zu transportieren, ein anderes, sie angemessen an die Bedürftigen auszuhändigen. Vor diesem Hintergrund entfalten seine Worte Tragweite: "Wir haben echte Bedenken bezüglich der Sicherheit der Helfer", die sich dieser riskanten Aufgabe stellen.

Er reagierte damit auf den Vorfall, bei dem Mitarbeiter der NGO World Central Kitchen getötet wurden, die im Gazastreifen mit der Lebensmittelversorgung befasst waren. Die israelischen Streitkräfte haben den Angriff als versehentlich bezeichnet und sprachen von einem bedauernswerten Fehler. Doch auch US-Präsident Joe Biden kritisierte die Führung Israels deutlich und mahnte, es müsse mehr zum Schutz humanitärer Helfer und Zivilisten getan werden.

Miller bekräftigte, man erwarte die Ergebnisse der Untersuchungen zu dem fatalen Vorfall. Gleichzeitig betonte er, dass unabhängig von der Fehlerursache das Unglück hätte vermieden werden müssen. Er fordert von Israel verstärkte Sicherheitsmaßnahmen für Zivilisten und Helfer im Einsatz.

Während die US-Politik auf das Endergebnis der Ermittlungen wartet, verdeutlichte Miller, dass für die Vereinigten Staaten solch ein tragisches Ereignis unakzeptabel sei. Eine Statistik, die das Ausmaß des menschlichen Leids im Gazastreifen unterstreicht: Miller bzw. die UN sprechen von mehreren hundert im Einsatz gefallenen Helfern seit Beginn der Auseinandersetzungen im Oktober 2023.