Der Handel mit US-Staatsanleihen begann am Dienstag mit erfreulichen Kursgewinnen. Der Terminkontrakt für zehnjährige Anleihen, bekannt als T-Note-Future, erhöhte sich um 0,24 Prozent auf 109,36 Punkte. Im Gegenzug sank die Rendite für zehnjährige Staatspapiere auf 4,43 Prozent.
Diese Entwicklung wurde durch politische Unsicherheiten in Europa begünstigt. Insbesondere französische Staatsanleihen gerieten zum zweiten Mal in Folge unter Druck. Grund dafür sind die vorgezogenen Neuwahlen, die Staatspräsident Emmanuel Macron aufgrund schlechter Wahlergebnisse seiner Partei bei den Europa-Wahlen angekündigt hatte. Es besteht die Sorge, dass rechte Parteien einen Wahlsieg erringen und eine politische Machtteilung zwischen Präsident und Regierung (Kohabitation) erzwingen könnten.
Parallel dazu startete in den USA die zweitätige Sitzung der US-Zentralbank Federal Reserve. Die Währungshüter werden voraussichtlich ihre Ergebnisse am Mittwochabend verkünden. Allgemein wird erwartet, dass die Zinsen stabil bleiben. Rasche Zinssenkungen, wie noch vor einigen Monaten prognostiziert, erscheinen angesichts der zähen Inflationslage unwahrscheinlich. Besondere Aufmerksamkeit gilt den neuen Prognosen zum zukünftigen Zinspfad der Fed. Derzeit sind an den Märkten ein bis zwei Zinssenkungen bis Jahresende eingepreist, während zum Jahresanfang noch bis zu sechs Reduzierungen erwartet wurden.